Das Pokalspiel, welches zur großen Fußball-Show wurde!

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  Die nüchterne Nachricht, dass die A-Junioren des SV Sonsbeck im Halbfinale des Verbandspokales gegen den Bundesligsten Fortuna Düsseldorf ausgeschieden sind, würde nicht im geringsten das wieder spiegeln, was sich heute Abend im Willy-Lemkens Sportplatz abgespielt hat.

Man kann den Sonsbecker Spielern nur den größten Respekt zollen und sollte ihre hervorragende Leistung hochschätzen, denn wer nach 120 min Spielzeit im Elfmeterschießen mit 6:7 Toren gegen Fortuna Düsseldorf ausscheidet, darf sich als moralischer Sieger fühlen. Dies sahen auch die rund 450 Zuschauer so, die nach diesem langen Pokal Abend frenetisch Beifall klatschen. Selbst der Gäste Trainer, Herr Suker, hatte nur lobende Worte zu berichten und zeigte sich sichtlich erleichtert nach diesem knappen Ergebnis.

Dabei fing alles ganz harmlos an: Die Sonsbecker freuten sich seit Wochen auf das größte A-Junioren Pflichtspiel in ihrer Vereinsgeschichte. Im Niederrheinpokal-Halbfinale zu stehen, bereits mit dem Wuppertaler SV einen Bundesligsten hinaus gekickt zu haben, und nun auf heimischen Rasen vor Fortuna Düsseldorf zu stehen, glich fast schon dem Jackpot. Den Düsseldorfern waren so viele Erfolgsmeldungen vom Niederrhein nicht ganz geheuer und so schickten sie ihre beste Elf auf den Platz und Recht sollten sie behalten.

Etliche Bundesliga-Kicker, welche in kürze mit weiterführenden Aufgaben in der Zweiten Bundesliga beauftragt werden, zeigten von Beginn an was sie gelernt hatten: Ballkontrolle, hohe Passgenauigkeit, schnelles Spiel in die Spitzen, mal ein diagonaler Wechsel, aber vor allem ließen sie gerne Ball und Gegner laufen. Die Sonsbecker spielten dass was sie am besten können und glänzten mit der hohen Kunst des Verteidigens. An Johannes Keisers und Robin Schoofs als Stützen des Verteidigungsbollwerkes und den gut aufgelegten Torwart, Jonas Grüntjens gab es für die Düsseldorfer kein Vorbeikommen. So vergingen die Minuten der ersten Halbzeit. Kaum jemand hätte für möglich, was dann geschah. Jan Pimingstorfer bekam einen langen Ball von Robin Schoofs, sah das der Torwart zu weit vor seinem Gehäuse stand und lupfte über diesen hinweg ganz frech das 1:0 für seine Heimelf. Der Sportpark stand kopf!

Schade nur, dass nur Minuten später, quasi mit dem Halbzeitpfiff der Ausgleich per Handelfmeter folgte. Dominik Albers hatte das Leder unglücklich vor die Hand bekommen.

Die zweite Halbzeit zeigte sich als Spiegelbild der ersten und schon hier sprachen viele Zuschauer von einer überragenden Leistung der Sonsbecker Akteure. Die Durchführungsbestimmungen im Pokal sehen nun mal eine Entscheidung vor und so gingen beide Teams mit dem 1:1 in die Verlängerung. Erst in der 109. min sollte dem besonderes begabten Talent der Düsseldorfer, Iyoha, Emmanuel, der erste Treffer aus dem Spiel heraus gelingen.

Game over! Dies dachten sicher viele Anhänger der Rot-Weißen! Co-Trainer,Elmar Weyers wusste von der mentalen Stärke seiner Truppe schon einige Male in der Meisterschaft zu berichten: “Das ist so toll! Die geben niemals auf!”
Als nur 4 Minuten später in der immerhin schon 112. min das 2:2 durch einen direkt verwandelten Freistoss von Luca Terfloth fällt, flippte nicht nur der Liverticker aus… 2:2 Terfloth, Luca (1. Turniertor)
Toooooooorrrrrrrr, Toooooooorrrrrrrr, Toooooooorrrrrrrr! Terfloth haut das Leder ins lange Eck. 2:2!
Kurios, dass nach diesem Torschuss ausgerechnet der Torhüter der Düsseldorfer sich so vehement beim Schiedsrichter beschwerte, sodass dieser eine Zeitstrafe bekam. Diese brachte den Sonsbeckern aber leider nichts ein.

Puh! Spannung pur! Was war hier im Willy-Lemkens Sportpark los? Es roch nach Sensation! Es war nicht zu begreifen, dass im Halbfinale des Verbandspokales der Bundesligst Fortuna Düsseldorf gegen das Team der Leistungsklasse SV Sonsbeck die Entscheidung im Elfmeterschießen suchen musste.

Beim nun folgenden Elfmeterschießen übernahmen vor allem die älteren Spieler des Jahrgangs die Verantwortung. Es traten an: Johannes Keisers, Philipp Tiemann, Jan Pimingstorfer, Robin Schoofs und Youngster Luca Terfloth. Dass es nun ausgerechnet Robin Schoofs war, der als fünfter Schütze vergab, sollte ihn nicht zu traurig machen, denn wir alle können mit Recht stolz sein auf eure hervorragende Leistung sein und viele Zuschauer bemerkten: “So ein tolles dramatisches Fußballspiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen.”
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