Ein Haus für die Gesundheit

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Sind Geschäftsführer des Hausärztlichen Zentrums in Sprockhövel: Dr. Lasse Schäfers (links) und Dr. Willi Martmöller.
 
Die Geschäftsführer Dr. Lasse Schäfers und Dr. Willi Martmöller vom „Hausärztlichen Zentrum Sprockhövel“ mit den Ärzten und Mitarbeitern, die jetzt hier ihre Arbeit aufgenommen haben: Dr. med. Anke Carmann, Dr. med. Hubert Kersting, Yildiz Ammerpohl, Brigida Klemp, Bettina Gebühr, Jasmin Klöpping, Rita Kühne, Sandra Märker, Nicole Mays, Amra Jukan, Susanne Finner, Susanne Grüe-Wagner, Heike Borgmann.
Sprockhövel: Hausärztliches Zentrum |

Das Gesundheitszentrum an der Hattinger Straße in Sprockhövel ist belegt. Neben den Fachärzten für Urologie, Gynäkologie, Haut und HNO und einer Apotheke mit Drive-In-Schalter befindet sich jetzt dort auch das „Hausärztliche Zentrum Sprockhövel GmbH" mit vier Fachärzten. Zwei Hattinger Ärzte - Dr. Willi Martmöller und Dr. Lasse Schäfers - haben das Zentrum im letzten Jahr gegründet und sind die Geschäftsführer.

Ihre Idee: „Der Einzelkämpfer Hausarzt ist eine Auslaufmodell, weil immer mehr Frauen Medizin studieren - heute sind es bereits zwei Drittel aller Studierenden - und sich für ihre spätere Berufstätigkeit einen Teilzeitjob mit geregelter Arbeitszeit und einer guten Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf wünschen. Die meisten Ärzte möchten in einem Team arbeiten und nicht allein gegen ein überfülltes Wartezimmer kämpfen. Auch das unternehmerische Risiko erscheint vielen Ärzten zu groß“, so Dr. Martmöller, Sprecher der Hattinger Hausärzte. „In einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis lassen sich diese Probleme oft lösen, mindestens aber verringern".

Flexibles Modell für hausärztliche Versorgung

Zum 01. Oktober 2016 wurden bereits die früheren Praxen der Eheleute Dres. Bolz an das „Hausärztliche Zentrum" übergeben und inzwischen durch neue Ärzte ersetzt. Dr. Anke Carmann ist weiterhin als ärztliche Leiterin für das Zentrum tätig. Ab 1. Januar. 2017 gehört auch die Praxis von Mario Klinger in der Hombergstraße dazu. Er selbst ist mittlerweile im Ruhestand. Umgezogen ins Gesundheitszentrum an die Hattinger Straße sind jetzt die Fachärzte für Innere Medizin bzw. Allgemeinmedizin Dr. Anke Carmann, Dr. Hubert Kersting, Yildiz Ammerpohl und Brigida Klemp. Mit Dr. Hubert Kersting arbeitet dort ein ärztlicher Kollege, der zusätzlich als langjähriger Oberarzt unter Prof. Dr. Andreas Tromm im Evangelischen Krankenhaus Hattingen in der Inneren Abteilung tätig ist.
„Die Strukturen im Gesundheitswesen werden sich deutlich verändern. Krankenhäuser werden Patienten nicht nur stationär sondern zunehmend auch ambulant behandeln. Die Trennung zwischen ambulant tätigen niedergelassenen Ärzten auf der einen und im Krankenhaus tätigen Ärzten auf der anderen Seite wird sich vermischen, wie man auch an dieser personellen Vernetzung erkennen kann", so Martmöller.
Für ihn und Lasse Schäfers hat diese Zukunft bereits begonnen und ist ein Modell, weil es flexibel ist. „Wenn eine Ärztin nur vormittags arbeiten kann, weil sie ab mittags ihre Kinder betreut, dann können wir dies terminlich in unseren Praxen abbilden. Wer als Arzt oder Ärztin an diesem Modell Interesse hat, kann uns auch gern ansprechen. Wir haben beide jahrelange Erfahrung mit Gemeinschaftspraxen in Hattingen“, sagen die Geschäftsführer, die an Standorten in Hattingen und Bochum weiterhin als Ärzte praktizieren. „Wir müssen uns Gedanken machen, welches Arbeitsfeld wir gerade jungen Ärztinnen bieten können. Da ist die Gemeinschaftspraxis ein großer Vorteil, weil wir ihnen auch den Nachtdienst ersparen und sie keinen Notdienst an Wochenenden leisten müssen.“
Für Sprockhövel, da sind sich die Geschäftsführer sicher, ist das Gesundheitszentrum eine zukunftsweisende medizinische Versorgung. „Die Menschen finden hier alles unter einem Dach. Außerdem können sie hier parken und nutzen die Apotheke... das ist ideal." Der Busbahnhof ist fußläufig zu erreichen - es gibt sogar Überlegungen, direkt am Zentrum eine Bushaltestelle einzurichten, die sich bisher ein paar Meter weiter entfernt an der Zeche Alte Haase befindet. Dann hätten gehbehinderte Menschen noch bessere Chancen, das neue Versorgungszentrum zu erreichen.
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