Piratenpartei fordert Strategiewechsel im Breitbandausbau

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Die Meldungen der letzten Tage lassen befürchten, dass der Breitbandausbau im EN-Kreis weniger Fortschritte macht als erhofft. Die Piratenpartei im Kreis regt deshalb an, jetzt zu überprüfen, ob die gewählte Ausbauförderungsstrategie noch zielführend ist.

Bei der bisherigen Strategie stand die Förderung der Eigenausbaupläne privater Anbieter im Vordergrund. Jetzt steht aber fest, dass NetCologne die Ausbaupläne der Telekom durchkreuzt hat und vermutlich weniger Haushalte mit neuen Anschlüssen versorgt werden können.

Kreis soll aktive Strategie verfolgen

Statt wie bisher nur auf die Deckung von Finanzierungslücken zu setzen, möchten die Piraten, dass der Kreis selbst als Betreiber von Glasfasernetzen auftritt und so einen längst überfälligen Technologiesprung herbeiführt. Bei dieser Strategie geht es um die Gründung oder Beteiligung an einer Gesellschaft, die den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur betreibt. Dabei kommt bevorzugt der Ausbau mittels Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH) zum Einsatz.
Die AVU als kommunaler Energieversorger hat bereits umfangreiche Erfahrung und Expertise beim Bau von Glasfasernetzen, dieses Potenzial sollte genutzt werden. Durch den Eingriff in den Markt bringt der Kreis dabei direkt den Ausbau in Gang und regt darüber hinaus die privaten Anbieter zum Ausbau ihrer Netze an. Diese setzen bisher vorrangig auf das günstige DSL-Vectoring, welches jedoch nur für allenfalls die nächsten fünf Jahre eine Lösung darstellt. Wenn FTTH eine ähnliche Entwicklung wie das jetzt physikalisch ausgereizte Kupfernetz erfährt, stellt es dagegen eine Lösung für die nächsten 50 Jahre dar.

Sinnvolle Investitionen werden bisher blockiert

Dazu stellt Kreistagspirat Chris J. Demmer fest:
„Die Breitband-Studie der NRW.Bank von April 2015 sagt ganz klar: Vectoring ist kein nachhaltiger Ausbau und blockiert sinvolle Investitionen in die Zukunft. Daran sollten die Städte sich nicht beteiligen.“
Die Piraten in den Städten und im Kreis werden sich nun daran begeben, politische Mehrheiten für diesen Strategiewechsel zu finden.
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