Liga-Check: TSG Sprockhövel

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Die Mannschaft des Oberligisten TSG Sprockhövel für die Spielzeit 2013/14. Foto: Michael Hilgenstock/TSG
Sprockhövel: Baumhof-Stadion | (von Toni Bertrams)

Die Zeit des Schuftens geht zu Ende, es beginnt wieder der Fußball-Alltag – und für den Oberligisten TSG Sprockhövel sogar schon eine Woche eher. Als Sieger des Hagener Kreispokals hat sich das Team von Trainer Lothar Huber für den Westfalenpokal qualifiziert und tritt dort in der ersten Runde am Sonntag (11. August) um 15 Uhr im Wersestadion bei seinem Liga-Rivalen Rot-Weiß Ahlen an.

Ist die TSG denn gut gerüstet? „Ja“, sagt Lothar Huber. „Es war hart für die Jungs, aber sie haben richtig gut mitgezogen. Wir sind gut durch die Vorbereitung gegangen. Aber jetzt reicht’s. Wir sind froh, dass es endlich losgeht.“
Und der 60-Jährige ist überzeugt davon, dass seine Spieler von dem Fitness-Stand, den sie sich in den vergangenen Wochen erarbeitet haben, locker ein halbes Jahr profitieren können. Deshalb juckt es Lothar Huber auch kaum, dass in den Testpartien noch keine Top-Leistungen abgerufen wurden. „Die Spiele“, sagt er, „waren nicht so berauschend.“
Trotz des doch erheblichen personellen Umbruchs ist der TSG-Trainer davon überzeugt, dass seine Mannschaft in der neuen Saison einiges erreichen kann. Und so erwartet er schon am Sonntag, obwohl einige Akteure angeschlagen sind, einen engagierten Pokal-Auftritt. „Das wäre doch was: Mit ein bisschen Glück kannst du die erste Hauptrunde des DFB-Pokals erreichen“, sagt Lothar Huber.
Fünf Siege im Westfalenpokal sind dafür nötig. Nur mal so: Der FC Nöttingen, der in der ersten Runde am FC Schalke 04 gescheitert und ebenfalls Fünftligist ist, hat brutto aus TV-Geldern und Zuschauer-Einnahmen mehr als 210.000 Euro in seine Klubkasse gespielt – plus 100.000 Euro Prämie fürs Erreichen der ersten Runde.
Beim Blick auf die 18 Oberligisten hat der TSG-Coach den SV Rödinghausen ganz oben auf dem Zettel stehen. Das Team aus dem Kreis Herford, dessen Co-Trainer der ehemalige Sprockhöveler Andy Steinmann ist, startet nach vier Aufstiegen in Serie wieder als Favorit. „Die Rödinghauser hatten schon eine gute Mannschaft, und was sie jetzt noch dazugeholt haben, ist richtig gut“, erklärt Lothar Huber. „Und sie haben vor allem auch die Mittel, das umzusetzen.“ Sie könnten also problemlos den Regionalliga-Aufstieg stemmen, den Trainer Mario Ermisch allerdings erst für 2014/15 im Visier hat.
Neben dem Aufsteiger zählt Lothar Huber auch den TuS Erndtebrück sowie den DSC Arminia Bielefeld II zum engsten Favoriten-Kreis. „Und es gibt ja auch immer die eine oder andere Überraschungsmannschaft“, sagt er dann. „Warum sollten wir nicht dazugehören?“
Nach ihrer Oberliga-Auftaktpartie am 18. August (Sonntag, 15 Uhr) gegen die SpVgg Erkenschwick mit dem Obersprockhöveler Sebastian Westerhoff müssen die Sprockhöveler zweimal hintereinander freitags ran: Am 23. August fahren sie zum Gladbecker Aufsteiger SV Zweckel, und am 30. August empfangen sie im Baumhof die Hammer SpVg. Anstoß wird jeweils um 19.30 Uhr sein.
Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart trennten sich die TSG-Fußballer am Mittwochabend 1:1 (1:0) vom Cronenberger SC, der aus der Niederrhein-Oberliga abgestiegen ist. Christian Kalina hatte in der 38. Minute per Elfmeter für die 1:0-Führung gesorgt. In der 71. Minute kam der Wuppertaler Landesligist zum Ausgleich – ebenfalls vom Elfmeterpunkt.

Der Oberliga-Kader der TSG Sprockhövel für die Spielzeit 2013/14 mit Funktionären, Trainern und Betreuern: Sebastian Sommer, Stephen Lorenzen, Alexander Meister, Hakan Gültekin, Raoul Meister, Alexander Hahn, Kassierer Jürgen Meister, Betreuer Dirk Schulz, Abteilungsleiter Ulrich Meister, Sportlicher Leiter Robert Wasilewski, Geschäftsführer André Meister, stellv. Geschäftsführer Thomas Stemmann, Tim Dudda, Fitim Peci, Xhino Kadiu, Anjo Wilmanns, Lukas Opiola, Ferhat Ülker, Dennis Cela, Physiotherapeut Davy Schoonis, Co-Trainer Andrius Balaika, Torwarttrainer Eckhard Hülser, Trainer Lothar Huber, Co-Trainer Jörg Neumann, Emre Yesilova, Hasan Ülker, Patrick Knieps, Julian Bötzel, Dennis Zaworski, Phillipp Schulz, Samuel Tuffour, Sebastian Greitemann, Christian Kalina, Vincenzo Porrello.
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