Die gnadenlose Tanja (Es kann uns alle treffen)

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Die gnadenlose Tanja

Langsam rückt der Tag heran,
den ich kaum erwarten kann.
Da schellt's und sie steht in der Tür,
nur eine Stunde gönnt sie mir.
Wie ist wohl ihre Laune heut?
Erwarten Schmerzen mich und Leid?
Kurz darf ich ihre Krallen sehn,
so lang und spitz, so blutrot schön.

Ich sehe ihren kalten Blick,
doch nun kann ich nicht mehr zurück.
Ihr Handwerkszeug hat sie dabei
und mir entfährt ein leiser Schrei.
So spitz und lang und klein und dünn.
Was hat sie nur mit mir im Sinn?

Ein Handtuch hol ich auf die Schnell,
falls Blut komm, hab ich es zur Stell.
Den Schemel hat sie ausgepackt,
drauf ruht ein Glied von mir, ganz nackt.

Sie schaltet ihren Bohrer ein.
Ich hör mich schreien, bitte Nein.
Den Rest erleb ich wie im Traum.
Vorbei ist's, sie verläßt den Raum.
Noch einen Zettel legt sie hin.
Drauf steht, mir schwindet fast der Sinn.
Der nächste Fußpflegetermin.
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