Austretende Giftstoffe beim Umfüllen in metallverarbeitendem Betrieb – 5 Personen bewusstlos

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Sundern (Sauerland): lockweg | Bei einem Chemieunfall in einem metallverarbeitenden Betrieb im Lockweg sind giftige Gase freigesetzt und dadurch 5 Mitarbeiter in der Produktion verletzt worden. Bei einer Leckage an einem Transportfass ist giftige Flüssigkeit ausgetreten. Die besagten 5 Personen sind bewusstlos und befinden sich noch im Gebäude. Nur Bruchstücke zu dem Vorfall kann ein weiterer Mitarbeiter der eintreffenden Feuerwehr auf dem Hof der Firma mitteilen, bevor auch er sein Bewusstsein verliert.
Das war Ausgangslage für eine große gemeinsame Übung der Feuerwehr Sundern, des DRK Sundern und einigen Mitgliedern des ABC-Zuges der Feuerwehr. Mit rund 70 Einsatzkräften rückten die Einsatzfahrzeuge am Dienstagabend aus.
Auf der Straße vor dem Gebäude wurde die Errichtung des Dekontaminationsplatzes und anschließende Übergabe der Verletzten an die Mitglieder des DRK von einigen Passanten interessiert verfolgt. In einem Zelt hatten die Rotkreuzler die Verletztensammelstelle aufgebaut, um die Erstversorgung durchzuführen. Doch zunächst müssen die Persoenen von der dekonatminierten Kleidung befreit werden.
Drinnen fordert das eigentlich wichtige Übungsziel, das Auffinden der vermissten Personen und die Rettung aus dem Gefahrenbereich unter Einsatz der Chemikalienschutzanzüge bei sehr warmen Temperaturen im Gebäude den Kameraden einiges ab. Der Einsatz einer Nebelmaschine schafft hierbei realistische Effekte in der Halle.
„Es ist ein Vorfall, der in vielen Industriebetrieben bei uns tagtäglich passieren kann. Die eingesetzten Kameraden waren hier schon sehr gefordert“. sagten die beiden Übungsleiter Frank Siedhoff und Stefan Müller. Bei der anschließenden Mannöverkritik an der Feuerwache in der Settmecke analysierten sie die Übung mit Unterstützung der Abschnittsleiter von Feuerwehr und Rotes Kreuz. Im Großen und Ganzen gut verlaufen, gab es aber dennoch einige Kleinigkeiten, die aufgezeigt haben, dass Übungen doch wichtig sind. Grade weil der Einsatz mit Chemieunfällen (zum Glück) nicht zum täglichen Brot der Feuerwehr gehört, ist es wichtig, zu üben.

Michael Harmann • Pressesprecher Feuerwehr Stadt Sundern
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