Kerstin Pliquett soll Sunderns Bürgermeisterin werden

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Freude bei Stefan Lange (vorne links) und fünf von neun Mitgliedern der Findungskommission (hinten). Die CDU Sundern wird mit Kerstin Pliquett in den Bürgermeisterwahlkampf 2015 gehen.
 
Das Interesse der Sunderner Bevölkerung an der CDU-Kandidatin war groß. Zahlreiche Bürger kamen zum Tagwerk, um Kerstin Pliquett kennenzulernen.
Sundern (Sauerland): Tagwerk |

Die Katze ist aus dem Sack. Kerstin Pliquett heißt die Bürgermeister-Kandidatin für die CDU Sundern. Rund sieben Wochen nach dem ersten Zusammenkommen der Findungskommission konnte das neunköpfige Gremium am Dienstagvormittag die Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 präsentieren. Mit der Lösung zeigte sich nicht nur Stefan Lange, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, zufrieden.

"Wir wollten einen Kandidaten oder eine Kandidatin für alle finden. Dabei ging es nicht um die Zukunft der CDU, sondern um die Zukunft der Stadt Sundern", betonte Stefan Lange bei der offiziellen Vorstellung von Kerstin Pliquett am Dienstagvormittag. Ferdi Tillmann, Vorsitzender der Findungskommission, freute sich nach intensiven Wochen eine Kandidatin präsentieren zu können: "Wir sind alle sehr glücklich und stolz mit Kerstin Pliquett eine Kandidatin gefunden zu haben."

Parteilose Diplom-Verwaltungswirtin


Kerstin Pliquett ist 47 Jahre alt und wohnt mit ihrem Mann und ihrer siebenjährigen Tochter in Sundern-Seidfeld. Die parteilose Diplom-Verwaltungswirtin hat ihre Ausbildung bei der Stadt Lüdenscheid absolviert und arbeitet seit 1994 bei der KDVZ Citkomm, einem als Zweckverband strukturierten kommunalen IT-Dienstleister für Südwestfalen, dem auch die Stadt Sundern als Verbandsmitglied angehört. Seit mehr als zehn Jahren ist sie Mitglied der Geschäftsführung und leitet die Tochtergesellschaft Citkomm services GmbH.

"Ich habe für mich eine neue persönliche Herausforderung gesucht und denke, dass die Stelle der Bürgermeisterin ein spannendes Berufsfeld darstellt. Dabei habe ich mich ganz bewusst für Sundern entschieden. Es ist die Stadt, in der mein Mann und ich unsere Tochter aufziehen, in der wir leben und die aus unserer Sicht lebens- und liebenswert bleiben muss", so die CDU-Kandidatin, die parteilos bleiben möchte.

"Große Herausforderung, die eine Menge Spaß gemacht hat"


Joachim Schulte, Mitglied der Findungskommission, gab im Rahmen der Vorstellung von Kerstin Pliquett im Tagwerk einen Einblick in die Arbeit des Gremiums: "Es war sehr spannend aus der Rolle des Meckerers bzw. Besserwissers in die Rolle des 'Bürgermeisterfinders' zu kommen. Die Aufgabe war eine große Herausforderung, die bei all der Arbeit und Verantwortung eine Menge Spaß gemacht hat." Die ganze Zeit über habe das Wohl der Stadt im Vordergrund gestanden, so Schulte weiter. Das Gremium habe einen charismatischen Kandidaten mit Empathie gesucht, dem die Stadt und das Wohl ihrer Bürger am Herzen liege.

Nachdem sich das Gremium auf das Anforderungsprofil verständigt hatte, begann auch direkt die Rekrutierung. So konnten bereits am 20. Mai die ersten Bewerbungsgespräche mit den Kandidaten geführt werden. "Es waren sehr intensive Gespräche, in der wir die Kandidaten sehr gut kennenlernen durften", erklärte Schulte. Prof. Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler war es wichtig in den Gesprächen zu erfahren, was für Persönlichkeiten dem Gremium gegenüber saßen: "Ich wollte sehen, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin teamfähig ist, ob er/sie das 'Ohr an der Bevölkerung' hat, entscheidungsstark und krisenfest ist. Es war schon eine recht hohe Latte, die wir angelegt haben."

Findungskommission und CDU loben Zusammenarbeit


Letztlich entschied sich das Gremium und auch der CDU-Vorstand einstimmig für Kerstin Pliquett. Lobend erwähnte die Findungskommission die Zusammenarbeit mit dem Parteivorstand: "Sie standen uns mit Rat und Tat zur Seite, haben uns aber trotzdem eigenständig arbeiten lassen, ohne sich einzumischen." Auch Stefan Lange lobte die Zusammenarbeit: "Die Findungskommission war eine Bereicherung für die CDU. Es wurden einige Denkstrukturen aufgebrochen, was eine gute Sache für unsere Partei ist."

Zu politischen Themen der Vergangenheit, wie Ferienpark Amecke, wollte sich Kerstin Pliquett am Dienstag noch nicht äußern. "Da möchte ich nicht vorschnell urteilen. Dafür bin ich zu wenig im Thema", so die Bürgermeister-Kandidatin. Trotzdem weiß die 47-Jährige genau welche Themen in Zukunft wichtig sind. "Zum einen ist es wichtig Sundern weiter als Wirtschafsstandort zu etablieren und auszubauen. Zum anderen müssen wir uns dem demografischen Wandel stellen." Gerade in ländlichen Gegenden sei es wichtig die jungen Menschen nach dem Studium von der Rückkehr zu überzeugen. "Wir können ihre Abwanderung nicht verhindern, da wir hier keine Universitäten haben, aber wir müssen Sundern attraktiv genug für eine Rückkehr der dann gut ausgebildeten jungen Menschen machen."

Aufstellungsparteitag am 26. Juni


In den kommenden Wochen und Monaten wird eine Menge Arbeit auf Kerstin Pliquett zukommen. Nach dem Aufstellungsparteitag am 26. Juni beginnt der Wahlkampf. Die zahlreichen Termine dafür werden in den nächsten Tagen mit dem Parteivorstand abgestimmt und dann in Angriff genommen.

Am Mittwochabend präsentierte die "Zukunfskommission" aus SPD, FDP; WISU, Grüne und Linke ihren Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl 2015. Wer es ist und welche Pläne er hat, lesen Sie hier.
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