MC. Sängerlust --- Den Toten zur Ehre

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“Dona Nobis Pacem” und “Herr der Welten” sang der Männerchor “Sängerlust” vor der Auferstehungskapelle des Neuen Friedhofs Sundern zur Einstimmung auf eine Gedenkfeier zum Gedenken und Erinnern an alle Verstorbenen des Chores.
Eine stattliche Anzahl von Zuhörern, Angehörigen und Freunden der “Sängerlust” waren gekommen, um an dieser Feier teilzunehmen.
Der Vorsitzende des Chores, Rudolf Hammeke, begrüßte alle Anwesenden und sagte: “Wir wollen aller verstorbenen fördernden Mitglieder und aller verstorbenen Sänger gedenken.” Ein anwesender Sänger wurde besonders begrüßt, er ist 88 Jahre alt und singt bereits seit 68 Jahren im Chor.
Als erstes wurde nun der 11 Sänger gedacht, die im ersten Weltkrieg 1914 – 1918 geblieben sind. Im zweiten Weltkrieg, 1939 – 1945, waren es 18 Sänger, die nicht zurück kamen. Eine Gedenktafel der gefallenen und vermissten Sänger hängt im Stadtkrug, im Probenraum des Chores.
R. Hammeke sprach ein paar Worte über Beerdigungen der früheren Jahre: Bei dem Trauerzug vom Trauerhaus bis zum Friedhof wurde bereits vom Verein gesungen und auf dem Friedhof noch zwei Lieder am offenen Grab. Heute ist der Beerdigungsablauf zum Grab von der Friedhofskapelle aus, Leichenhalle und Kapelle gab es früher nicht.
Es wurden die Namen der verstorbenen fördernden Mitglieder der letzten 30 Jahre verlesen, des weiteren die Namen von 44 Sängern, verstorben ab 1984.
Ein paar Gedanken gab der Vorsitzende den Anwesenden Personen mit auf den Weg: “Wir wollen und sollen dankbar sein, hier noch dabei sein zu dürfen. Uns geht es gut, wir leben in einer glücklichen Zeitepoche. 70 Jahre ohne Krieg, das gab es früher noch nie.”
Zwischendurch sang wieder der Chor. An der Ruhe und Aufmerksamkeit der Zuhörer fühlte man, wie der eine und andere sich an die eigenen Verstorbenen und auch an die befreundeten Mitglieder erinnerte. Es gab so viele Erlebnisse, gute, lustige und auch traurige Ereignisse.
Nach einer kleinen Pause wechselte der Chor den Standort zum Grab von Bernhard Lübke. Lübke war Vorsitzender des Chores von 1993 bis 2015. Die Belange des Chores standen bei ihm immer an erster Stelle. Der Männerchor, die Sänger, waren seine Familie.
Das “Patenkind” des Chores, Loreen aus Oschatz/Sachsen (wir berichteten schon mehrfach darüber) hatte einen Blumenstrauß geschickt, den der Chor auf Lübkes Grab ablegte, denn an diesem Tag wäre der 71. Geburtstag von Bernhard Lübke gewesen.
Mit dem Lied “Neigen sich die Stunden” am Grab der Verstorbenen Bernhard Lübke, Arnold Simon, Herbert Langer und Hans Orgelmacher, deren Gräber ziemlich nahe beieinander liegen, endete die Gedenkfeier.
Beim Verlassen des Friedhofs standen noch kleine Gruppen zusammen. Sie erzählten aus der “guten alten Zeit”: Konzerte mit 65 Sängern, Chorfahrten mit lustigen Geschichten und Familienabende.
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