Glosse

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Das leibliche Wohl 3

Silvia Decker
Silvia Decker | Emmerich am Rhein | am 12.09.2017

Wie geht es Ihrem leiblichen Wohl? Hoffentlich gut! Wir Redakteure haben damit zuweilen aber ein Problem. Generationen von Journalisten haben bereits an der einen perfekten Formulierung gefeilt. Denn ob auf einem Fest, bei Umzügen, bei Fußballspielen- überall ist immer für das "leibliche Wohl" gesorgt. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Dieser Ausdruck ist einfach sehr kurz und erspart uns Journalisten damit...

Bildergalerie zum Thema Glosse
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Tod auf Urlaub

Judith Schmitz
Judith Schmitz | Bottrop | am 05.09.2017

Was viele von Ihnen nicht wissen: Ich bin nicht nur Schreiberling, ich forsche auch. Am liebsten an meinen Kollegen. Neulich habe ich die Spezies "Fremd-Hypochonder" entdeckt. Der hat nicht bei jedem Pups Angst, selbst tödlich erkrankt zu sein, der macht sich Sorgen um die anderen im Team. Und hat bei jedem Nieser am Nachbarschreibtisch sofort alle möglichen angeblich hilfreichen Substanzen zur Hand. Wobei ich ja den...

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Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Verkauf-soffen

Drehen wir doch mal die menschliche Seite der Medaille nach oben - denn aus Wirtschafts- und Stadtmarketing-Sicht wurde zu verkaufsoffenen Sonntagen schon viel geschrieben. Eine vergleichsweise kleine Zahl von Bürgerinnen und Bürgern, die im Einzelhandel tätig ist, soll mehr oder weniger (un-) freiwillig dafür sorgen, dass Menschenmassen auch an Sonntagen Lustgewinn erzielen. Damit die - nicht nur, aber auch - bei...

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Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Ein Slogan für alle"

Die Bundestagswahl naht - und (fast) keinen interessiert's! Zumindest, wenn ich mich in meinem Bekannten- und "Informanten"-Kreis so umhöre, schwappt mir eine Riesen-Tsunamiwelle von Wahldepression entgegen. Ganz abgesehen davon, dass "Wahlmüdigkeit" in Deutschland ohnehin eine Dauerinfektion zu sein scheint, dürfte manchem jetzt der konkrete Anreiz fehlen, sich vom Sofa aufzuraffen und im Wahllokal seine Kreuzchen zu...

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Das Prinzip Hoffnung, oder: Wie der miese Sommer es aus der Armleuchter-Falle schaffen kann 8

Dirk Bohlen
Dirk Bohlen | Wesel | am 30.08.2017

Ey sachma, Du hast doch wohl nicht geglaubt, dass Du so einfach davonkommst! Du hast doch wohl nicht wirklich gedacht, dass ich Dir nicht mal richtig meine Meinung geigen würde!  Sei still, bis ich ausgeredet habe - Du Dreikäsehoch von einem Sommer. Du miese Mischung aus Herbst und irgendwatt, Du Urlaubsversauer, Du lächerlicher Abklatsch einer Jahreszeit. Setzt dich hin und HÖR gefälligst ZU! Erstens: Du hast meinen...

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Totaler Einsatz

Judith Schmitz
Judith Schmitz | Bottrop | am 25.08.2017

Der Kollege hängt sich echt voll rein. Totaler Körpereinsatz, ohne Rücksicht auf die eigene Befindlichkeit. Nicht nur, dass er extra nach Kirchhellen gezogen ist, um sich von den dortigen Fachleuten in Sachen höherer Unsinn weiterbilden zu lassen. Erfolgreich, muss man sagen, aber die Grundlagen waren auch da. Er lässt uns auch an seinen neuesten Erkenntnissen teilhaben. Anders ausgedrückt: Er benutzt uns zu...

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Du machst das schon

Sebastian Fink
Sebastian Fink | Herne | am 24.08.2017

Es ist alle zwei Jahre dasselbe: hoffen, bangen, zittern, beten. Denn dann ruft wieder der TÜV. Mein Auto ist mittlerweile volljährig und hat so seine gewissen Mängel. Ich nenne diese zwar lieber "Charakterzüge", aber der TÜV-Prüfer sieht das etwas anders. Glücklicherweise habe ich einen Freund, der Kfz-Meister ist und meinen Wagen vorher repariert. Ich weiß nicht, wie er es jedes Mal wieder schafft, meine Karre...

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Stadtspiegel/Wochen-Anzeiger-Kolumne von Seite 1: "Anonym und inkognito" 3

Ups, so war das aber nicht gedacht gewesen ... "Namen sind Schall und Rauch" (also praktisch: nichts) hatte ich kürzlich in einer Titelglosse philosophiert und behauptet, dass ich diese weit verbreitete Ansicht nicht teile. Daran, dass mich das Thema aber im Handumdrehen selbst betreffen könnte, hatte ich in diesem Zusammenhang nicht gedacht. Hat es aber! Da sind doch tatsächlich meine letzten Kolumnen im Stadtspiegel...

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Einsatzkräfte hatten tierisches Wochenende

Annette Schröder
Annette Schröder | Schwelm | am 16.08.2017

Leider ist auch am vergangenen Wochenende in der Region einiges passiert, das Feuerwehr und Polizei auf den Plan rief: Samstagnacht wurde in Schwelm ein Drogendealer festgenommen, am Sonntag krachte es auf der A43, es gab einen Einbruch, ein Motorrad wurde umgeworfen und und und. Doch am kuriosesten ging es in Ennepetal zu. Schon in der Nacht zum Samstag verschafften sich Unbekannte Zutritt zu einer Forellenzuchtanlage,...

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Schaukeln gegen Stress

Nicole Martin
Nicole Martin | Witten | am 15.08.2017

Guten Tag! Mittzwanziger, die im Freibad auf aufblasbaren Einhörnern reiten, schrille Kostüme auf Festivals tragen, den Kindern auf dem Spielplatz Konkurrenz machen und Fotos aus ihrer Kindheit nachstellen - in unserer Generation, die irgendwie zwischen den Stühlen steht, scheint sich ein Bedürfnis breit zu machen, das ich mangels eines anderen Begriffs Infantilisierung nenne: der Wunsch, die Uhr für einen Moment...

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Vererbt plemplem 4

Judith Schmitz
Judith Schmitz | Bottrop | am 15.08.2017

Meine Mama war in manchen Dingen ganz schön speziell. Weniger nett ausgedrückt: etwas plemplem. Windige Vertreter an der Haustür? Immer herein damit. Namen? Schall und Rauch. Verabredung zum Kino? Immer wieder gerne vergessen. Orientierung? Konnte man sich gut drauf verlassen, wenn man garantiert nicht am Zielort, sondern in Hintertupfingen ankommen wollte. Die ganze Familie hat auch schon stundenlang die verlegte Brille...

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Die Welt geht unter

Das Thema kam bei einer Teambesprechung des Stadtspiegels auf: Wenn der Strom mal längerfristig ausfällt, dann ist die Welt verloren. Wir würden verhungern, verdursten. Und wer doch überlebt, der stirbt schließlich vor Langeweile. Noch schlimmer: Wenn das Internet schlapp macht, dann wäre das Chaos schon in kürzester Zeit absolut perfekt. Niemand fände mehr von A nach B, kein Routenplaner funktioniert. Das Schlimmste:...

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Gute Freunde 1

Angelika Noc
Angelika Noc | Bottrop | am 01.08.2017

Seitdem es im Fernsehen Hundetrainer zu sehen gibt, die gute Tipps und viele Späße von Hund und Mensch zum Besten geben, kennt fast jeder die Sätze: "Der tut nichts" oder "Der will nur spielen". Das ist meistens auch so. Gott sei Dank! Kaum ein Hund springt einen Menschen an und legt die Pfoten auf die Schultern, wenn er sein Gegenüber nicht kennt. Und jemanden in die Augen schauen, das hat glaube ich noch kein Hund bei...

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Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: Schlau durch Kyrill

Mit zunehmendem Alter scheint die Risikobereitschaft stark nachzulassen. Und damit meine ich jetzt nicht etwa die Höhe des Einsatzes beim Bingospiel. Die Rede ist hier nämlich von mir selbst (61). Ich erinnere mich noch genau an Kyrill. Da machten sich die Kolleg(inn)en bereits recht früh auf den Heimweg, um zu Beginn des Unwetters sicher zuhause zu sein. Ich dagegen nahm die Warnungen auf die leichte Schulter - im...

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Ich habe ja noch Zeit

Sebastian Fink
Sebastian Fink | Herne | am 27.07.2017

Viel Zeit zu haben ist schon eine schöne Sache. Man kann sich den angenehmen Dingen des Lebens widmen: sich mit Freunden treffen, Hobbys nachgehen oder einfach nur mal faulenzen. Die lästigen Pflichten schiebt man dann gerne mal auf morgen. Oder übermorgen. Putzen, einkaufen oder für Prüfungen lernen macht mir zumindest keinen Spaß. Außerdem gibt es immer etwas Wichtigeres zu tun als diese Dinge. Doch leider ist auch...

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Auch wenn es regnet

Angelika Noc
Angelika Noc | Bottrop | am 25.07.2017

Ich gehe gerne durch den Wald, egal zu welcher Jahreszeit. Im Sommer ist es besonders angenehm, aber auch wenn es regnet, mir macht es nichts aus, wenn ich nass werde. Mit der richtigen Kleidung ist das kein Problem. Ich genieße die Natur, freue mich immer wieder, wenn ich nette Menschen treffe, mit denen ich plaudern kann. Mein Hund ist da ganz anders! Wenn es draußen regnet, nass und matschig ist, kann ich machen was ich...

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In der Welt zuhause

Nicole Martin
Nicole Martin | Witten | am 25.07.2017

Ein japanisches Sprichwort lautet: "Wer 100 Meilen laufen muss, sagt sich am besten, dass 90 erst die Hälfte ist." Vielleicht ist es kein Zufall, dass es ausgerechnet in dieser Sprache seinen Ursprung hat. Denn wer des Japanischen mächtig sein will, muss wohl ziemlich viel Geduld und Ausdauer mitbringen. Zumindest dann, wenn die Anwendung der Sprache irgendwann über belanglose Plaudereien hinausgehen soll. Ein glücklicher...

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Weil's Zuhause am schönsten ist? Duisburger sind Urlaubsmuffel 1

Sabine Justen
Sabine Justen | Duisburg | am 20.07.2017

Urlaubszeit = Reisezeit! Laut einer Umfrage der Targobank in 13 NRW-Städten wollen 73 Prozent der Befragten diesen Sommer für eine Urlaubsreise nutzen und dafür im Durchschnitt 1.169 Euro ausgeben. Nicht so allerdings die Duisburger. Der Stadt an Rhein und Ruhr wollen nur 60 Prozent der Befragten den Rücken kehren, um sich an­dern­orts vom Alltag zu erholen. Ob's am mangelnden Reisebudget liegt? Kann nicht sein. Laut...

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Erster offizieller "Tag des Grillens" 1

Annette Schröder
Annette Schröder | Bochum | am 08.07.2017

Es gibt den Tag der Jogginghose, am Donnerstag war Tag des Kusses und einer meiner Lieblingstage ist der 23. April: (Welt-)Tag des Buches und gleichzeitig Tag des (deutschen) Bieres. Da kommt für mich zusammen, was zusammengehört! Wer am heutigen Samstag jedoch den Grill anwirft, macht alles goldrichtig. Nicht nur, weil es Sommer ist und der Geruch von Holzkohle gerade am Wochenende irgendwie dazugehört, sondern, weil...

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Fehler in Maßen: Es lebe das große ẞ 2

Sabine Justen
Sabine Justen | Duisburg | am 05.07.2017

Neuigkeiten aus dem Bereich "Dinge, die die Welt nicht - dringend - braucht": Das Eszett oder „scharfe S“ ist dank des Rats für deutsche Rechtschreibung jetzt auch als Großbuchstabe erlaubt und muss nicht mehr durch „SS“ ausgeschrieben werden. Warum diese bahnbrechende Neuerung 21 Jahre nach der großen Rechtschreibreform? Weil die Sprachhüter einen Trend ausgemacht haben, nämlich den zu Versalien. Alles in Großbuchstaben...

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Glosse: Einfach mal zufrieden

Florian Peters
Florian Peters | Witten | am 23.06.2017

Der typische Deutsche existiert eigentlich nicht. Und natürlich gibt es "eigentlich" eigentlich auch nicht. Und doch gibt es etwas, das alle Deutschen zu einen scheint: Ihr ambivalentes Verhältnis zum Wetter. Nie kann man es ihnen Recht machen! Im Sommer ist es zu warm, im Winter zu kalt, im Frühjahr und Herbst zu regnerisch und ALLES könnte sowieso IMMER besser sein. Auch im diesjährigen Sommer sind wieder vermehrt...

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Neulich anne Ampel

Judith Schmitz
Judith Schmitz | Bottrop | am 23.06.2017

Neulich auf dem Heimweg. Die Sonne knallt, es ist brüllend heiß, und da mein kleines rotes Auto keine Klimaanlage hat, hilft nur eins: Alle Fenster runter und gelassen vor sich hin ölen. Vor allem an der roten Ampel. Da stehe ich und dampfe so vor mich hin, rechts neben mir hält eine andere Nuckelpinne. Der Fahrer hat die Fenster offen, Arm hängt raus, Stimme von rechts: "Na, has auch keine Klima, wa?" Ruhrgebiet - für...

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Aus eigener Werkstatt

Judith Schmitz
Judith Schmitz | Bottrop | am 13.06.2017

Selbstgemachtes ist voll der Trend, habe ich gelesen. Mein Gott, ist das neu? Ich habe schon vor Urzeiten alle möglichen Leute mit Gestricktem, Gebasteltem oder Eingemachtem, nunja - beglückt. Mein armer Papa hat tapfer einen kratzigen Wollpulli getragen, den ich ihm gestrickt hatte. Muttern hortete Einmachgläser, die mit Gips und Fingerfarben zu Vasen wurden. Gut, damals war ich im Kindergarten, das gilt wohl als...

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Tränen lügen eben doch

Sebastian Fink
Sebastian Fink | Herne | am 12.06.2017

Der Sommer ist für viele die schönste Jahreszeit, für einige aber auch die tränenreichste. Ich gehöre leider zu Letzteren. Ich mag es zwar, wenn es warm und sonnig ist, allerdings gibt es einen Haken dabei: Pollen. Dieser Blütenstaub bringt mich Jahr für Jahr mehr zum "Weinen". Als Fußballer ist es ohnehin sehr unpraktisch, auf Pollen und auch Gräser allergisch zu sein. Dies sorgte schon oft für verwunderte Blicke einiger...

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Zu heiß oder zu kalt - Warum der Niederrheinsommer für mich eher ein Doofkopp ist ... 8

Dirk Bohlen
Dirk Bohlen | Wesel | am 07.06.2017

Normalerweise beteilige ich mich nicht an Diskussionen übers Wetter. Aber heute mache ich mal ‘ne Ausnahme, weil ich nämlich glaube, dass dieser so genannte Sommer ziemlich bescheiden wird. Warum? Ist Ihnen doch bestimmt auch schon aufgefallen: Warm ist nicht gleichbedeutend mit schön! Sie verstehen nur Bahnhof? Okay, ich erklär‘s Ihnen. Haben Sie noch nicht bemerkt, dass es bei uns am Niederrhein keine angenehmen...