Das All dehnt sich aus. Seit seiner "Geburt" liefen zunächst in wenigen Augenblicken die entscheidenden Prozesse ab, in denen sich Raum, Zeit und Materie ausbildeten, zumindest deren Grundlagen an Kräften und Elementarteilchen. Ausdehnung bedeutet dabei auch Abkühlung, die Hitze der Kompression geht verloren, es wird kalt und kälter. Was aber ist mit der "Geburt"? Ein Begriff der "Mutter und Vater" impliziert, den Akt der Fortpflanzung.
Die Worte halten nicht Schritt mit der Vorstellung, die die wissenschaftliche Auswertung der universalen Ausdehnung abverlangt.
In aktuellen Magazinen, die sich mit dem Urknall beschäftigen, wird die Sprache dazu benutzt, das was nicht wissenschaftlich oder empirisch erklärbar erscheint, mit Spiritualität zu füllen. Der Streit ist noch immer nicht ausgefochten, ist die Erde eine Scheibe? Natürlich nicht, sie ist rund zerklüftet, elliptisch?, wird geknautscht und dehnt sich aus?
Sprache kann es noch nicht. Sprache kann die Vorstellung eines "Fastnichts", aus dem sich das "Alles" entwickelt hat, nicht plastisch beschreiben. Um es plastisch zu beschreiben, muß sie ja auch von Materie ausgehen und ihrer Ausdehnung im Raum, die sich aber nach der Urknalltheorie erst selbst erschufen. Gibt es eine überzeugende antiplastische, raumlose Beschreibung?
Gibt es eine Ausdehnung nach innen, eine Beschreibung eines nicht malbaren Bildes?
Dann ist die permanente Ausdehnung des Universums vll auch die Grundlage für seine Auflösung in ein "Fastnichts", aus der sich Raum, Zeit und Materie von Neuem entwickeln.
In den 60ern war das (nach meiner Erinnerung!), da haben Wissenschaftler das "Echo des Urknalls" hörbar gemacht (Einzelheiten kann man sicher leicht in Erfahrung bringen) Aber ein Echo braucht einen Körper, eine Wand, einen Spiegel, von dem das ursprüngliche Geräusch, Licht abprallt, sonst gibt es das nicht. Kann das von den Wissenschaftlern hörbar gemachte Rauschen von Körpern abprallen, die sich erst nach der Ursache für das Urgeräusch gebildet haben? Ist der Urknall überhaupt ein Knall gewesen, wenn sein "Umfeld" zeitlos, raumlos und materielos war?
Wenn der Raum sich jedoch selbst erschaffen hat, und mit ihm die Zeit und die Materie, dann ist der Prozeß der Schöpfung nur mit Ausdehnung erklärbar und es gibt auch keinen Anlaß, daß die Ausdehnung nachlassen könnte. Außer, daß die Ausdehnung selbst in ihrem unendlichen Streben die Auflösung von Raum, Zeit und Materie bewirkt.
Die Naturwissenschaften sind sich ihrer Sache ziemlich sicher. Die Sprache kann es nicht treffend genug beschreiben, weil die Vorstellungskraft an ihre Grenzen zu stoßen scheint. Dann müßte man die Zweideutigkeit universaler Ausdehnung besprechen. Die Ausdehnung sprachlicher Fähigkeit, die gleich einer Galaxis, mit der Ausdehnung der Naturwissenschaften "fusioniert". Ein erkenntnistheoretischer Gesamtzusammenhang, eine wissenschaftliche Ausdehnung bis zur Auflösung von Einzelpositionen, die einen "Urknall" der Lehre bewirken würde?
Leuts, hier is nix los.
Kontroverse fällt aus, Diskussion fällt aus.
Nur allgemeiner Tingeltangel über die nervösen Zuckungen von Kanarienvögeln oder Flatulenzen des domestizierten Vierbeiners und seine Stubenreinheit.
Und doch, gekackt wird woanders.
Woran liegt das eigentlich, daß bei kontroversen Themen die Banane den Affen meidet?
Ausnahmsweise hätte ich gerne mal regen Anklang.....
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