Anmerkungen zur überraschenden Nominierung Heinz Bömlers als SPD Bürgermeisterkandidat in Uedem.

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Uedem: Uedem |

Vorab und damit kein Missverständnis aufkommt, in Goch kennen wir den "wahnsinnigen Puppenspieler" und die Person dahinter Heinz Bömler und können bestätigen, dass er eine honorige Person und vor allem erfahrener, um nicht zu sagen kreativer, ausgefuchster Geschäftsmann und Marktingexperte, mit einem sehr gutem Gespür für publikumswirksame Auftritte, ist.

Auf diese Qualitäten ist man in der SPD in Uedem offensichtlich aufmerksam geworden und schickt ihn zum Wohle Uedems als SPD Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Selbst erfahrene Kommunalpolitiker im Kreis rieben sich die Augen und witterten zunächst ungläubig einen medialen PR Gag. Selbst die etablierte Medienlandschaft war von der Ernsthaftigkeit hinter dieser Aktion nicht spontan überzeugt.

Gerade aber auch die Attribute Geschäftssinn und Marketingerfahrung/ und -gespür, die Heinz Bömler wohl zu Recht zugeschrieben werden, dürften ihm die Entscheidungsfindung in dieser Sache leichter gemacht haben. Er hat als integre Person nichts zu verlieren, wenn er sich in diesem Wahlkampf treu bleibt in seinem Stil und seiner Sicht der Dinge. Die sind ja schließlich von der SPD abgefragt worden. Die PR Vorteile in eigener Sache, dieser an ihn herangetragenen Bürgermeisterkandidatur in Uedem, sind schließlich auch nicht von der Hand zu weisen. Heinz Bömler dürfte dies auch sofort erkannt haben.

Mit dieser Kandidatur kann er sich einer hervorragende durch die SPD zur Verfügung gestellten Werbeplattform in eigener Sache, denn diese Wahl ist nun mal in erster Linie auch eine Persönlichkeitswahl, bedienen. Sie wird ihn – wenn man denn realistisch seine Chancen bei dieser Wahl einschätzt - letztlich über den Wahltag hinaus in seinem Kerngeschäft und als „verrückter Puppenspieler“ noch bekannter machen.

Letztlich wird der Uedemer Bürger entscheiden, welchem Märchen er Glauben schenkt, welche inhaltlichen Argumente er für seriös hält und welche er auch weiterhin in der Welt der Fabel belassen möchte. Sollte die Wahl nicht erfolgreich verlaufen, ändert sich jedenfalls für Heinz Bömler nichts. Er kehrt in seine Mühle in Goch zurück und wird dort hoffentlich noch lange weiter erfolgreich seiner Geschäfte nachgehen.

Was bedeutet dies für die ihn nominierende Partei, dem Häufchen aufrechter Sozialdemokraten in Uedem? Es gab dort in den eigenen Reihen wohl keinen geeigneten, ich vermute aber eher gewillten und mutigen Kandidaten bzw. Kandidatin, die mit entsprechenden Attributen und Qualitäten gesegnet und gewillt war, sich im politischen Wettkampf mit dem Amtsinhaber u.a. in Sachen Denken in Möglichkeiten versus Verwalten des Status Quo zu messen.
Die Frage sei dann aber auch erlaubt, woher eine nachhaltige Unterstützung aus dieser kleinen Uedemer SPD kommen soll, um ihren Kandidaten erfolgreich durch einen kurzen aber intensiven Wahlkampf zu begleiten.
Man ist versucht "arme kleine SPD in Uedem" zu konstatieren; wie perspektivisch eingeschränkt muss es personell und inhaltlich um sie bestellt sein.

Wie hat es ein bekannter Comedian (Volker Pispers) mal in einem ähnlichen Zusammenhang in einem Hinweis auf die SPD so treffend ausgedrückt: „Falls es noch einmal ein SPD Sommerfest gibt, sollten die Mitglieder hingehen, es steht zu befürchten, dass es jederzeit vielleicht das letzte sein könnte."
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