Aktuelles von der Ausstellungseröffnung „Frauen im Gespräch“

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Angelika Cylius, Josefa Redzepi, Elke Markmann, Carolin Mülle, und Franziska Heimbach. Sie konnten sich über die zahlreichen Besucher der Eröffnungsausstellung freuen
 
Bürgermeister Werner Kolter
Unna: Zentrum für Information und Bildung Schwankhalle | Sonntag, 6. März 2016 12:15 Uhr

„Miteinander leben - miteinander reden“



KREISSTADT UNNA ■ Zu dieser Ausstellungseröffnung aus Anlass des Internationalen Frauentages am 08. März hatte die Gleichstellungsbeauftragte Josefa Redzepi herzlich eingeladen und viele Besucher waren gekommen.

Es ist mir eine große Freude heute hier zu sein, betonte Bürgermeister Werner Kolter in seiner Begrüßung. Wir wissen wenig voneinander und müssen die Sorgen Ernst nehmen und Antworten geben. Diese Ausstellung ist eine Antwort, so Werner Kolter. Es ist spannend zu sehen, wie Frauen hier angekommen sind.
Das macht unsere Stadt lebenswert und liebenswert. Danke an die Organisatioren dieser Ausstellung. Es ist ein Ausdruck der Freude und Liebenswürdigkeit.

Die Einführung zu der Ausstellung wurde von der stellvertretenden Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Unna, Frau Anne Nikbin, gehalten. Am Ende ihrer ausführlichen Information hat mir dieser Teil besonders gut gefallen:
Bunt und vielfältig ist die Welt geworden, in der wir leben. Es ist an uns, diese bunte Welt gemeinsam zu gestalten. Im Rahmen des Projekts „Grenzen überschreiten gemeinsam lernen“, einem Modellprojekt der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, sagt Filomena Gomes:
„Ich habe die Vision von einem gelungenen Miteinander in unserer Gesellschaft und Respekt und Anerkennung für das Unbekannte, ohne Furcht vor der Vielfallt“.

In der Ausstellung werden 13 Dialoge gezeigt
Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, Berufstätige, Ehrenamtliche, Schülerinnen und Seniorinnen - die Ausstellung „Frauen im Gespräch“ stellt jeweils zwei Frauen mit einer Gemeinsamkeit vor.
Das Thema könnte aktueller kaum sein, doch die Idee zur Ausstellung entstand bereits im vergangenen Jahr. Damals stellte sich das Mädchen- und Frauennetzwerk Unna die Frage, ob es im Leben eine Rolle spielt, in welchem Land Frau aufwächst. Ergeben sich Unterschiede oder ist es egal, ob die Wurzeln in Deutschland, China, Polen, dem Irak, in Armenien, Thailand oder Russland liegen? Antworten liefert die Ausstellung.
In Interviews werden jeweils zwei Frauen mit ähnlichem Hintergrund vorgestellt, sie erzählen ihre Geschichte, schildern ihren Lebensweg, ihre Eindrücke und berichten von Wünschen und Hoffnungen. Und es wird deutlich, dass es zwar unterschiedliche Lebenswege gibt, die Motivation der Frauen in ihrem jeweiligen Beruf oder Hobby aber oftmals sehr vergleichbar ist.

So berichten unter der Überschrift „Glauben weitergeben“
beispielsweise die Rabbinerin Natalia Verzhbovska und Pfarrerin Barbara Dietrich im Interview von ihrem jeweiligen Lebensweg, ihren Erfahrungen und beruflichen Aufgaben. Beiden ist es dabei wichtig, interreligiös im Gespräch zu bleiben. „Gespräche über die Religionen hinaus gilt es zu intensivieren. Gemeinsame Themen und Probleme könnten so gemeinsam betrachtet und bewältigt werden“, sind sie sich einig.
Das gegenseitige Kennenlernen und miteinander reden war für alle interviewten Frauen eine positive Erfahrung. „Mitten hinein in die Debatte um Überfremdung und Angst vor dem Anderen ist es wichtig, die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Wer mit der Anderen spricht, lernt Ähnlichkeiten kennen und toleriert Unterschiede. Wichtig dazu ist der Austausch, das Gespräch“, so beschreibt es Mitinitiatorin Pfarrerin Elke Markmann vom Ev. Kirchenkreis Unna.

Konzeption und Realisation der Ausstellung
Büro für Gleichstellungsfragen der Kreisstadt Unna, Frauenreferat des Ev. Kirchenkreises Unna, Mädchen- und Frauennetzwerk Unna.
Dank der Kooperation mit der VHS Unna Fröndenberg Holzwickede sowie der Förderung durch den Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus in Unna, der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, dem Zonta Club Hamm-Unna und dem Integrationsrat der Kreisstadt Unna konnte diese Ausstellung verwirklicht werden.

Diese Ausstellung „Frauen im Gespräch“
lädt daher ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Noch bis zum 20. März 2016 stehen die Aufsteller im ZIB in Unna. Anlässlich des Festivals „Weite wirkt“ der westfälischen Landeskirche vom 6. bis 8. Mai wird die Ausstellung auch in Halle/Westfalen, Gerry Weber Stadium, zu sehen sein. Interessierte Gemeinden, Kreise und Gruppen können die insgesamt 14 Aufsteller für ihre Veranstaltung bzw. Räumlichkeiten  buchen.

Kontakt und Fragen rund um die Ausstellung
» Büro für Gleichstellungsfragen
Kreisstadt Unna
Rathausplatz 1, 59423 Unna
Josefa Redzepi
E-Mail: josefa.redzepi@stadt-unna.de
Telefon: (02303) 103-555

» Frauenreferat
Ev. Kirchenkreis Unna
Mozartstraße 18-20, 59423 Unna
Elke Markmann
E-Mail: emarkmann@kk-ekvw.de
Telefon: (02303) 288-136
 
» Den musikalischen Rahmen gestaltete Sabine Miermeister, Musikerin, Komponistin und Texterin. Durch die Veranstaltung führten Frau Elke Markmann, Pfarrerin im Referat für Frauenarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Unna und die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Unna Josefa Redzepi.

Fotos © Jürgen Thoms
07.03.16 20:26:17
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