Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen beim Sukkot-Fest der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna e.V.

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Larisa Makarova, Rabbinerin Natalia Verzhbovska und die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ Alexandra Khariakova
 
Rabbinerin Natalia Verzhbovska
Unna: Synagoge Unna | Sonntag 08. Oktober 14:00 bis 17:00 Uhr

Mauern und Grenzen in den Köpfen der Menschen abzubauen und Herzen füreinander zu öffnen

das ist uns ein wichtiges Anliegen, so die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ Alexandra Khariakova, die gemeinsam mit der Vorsitzenden des Integrationsrats der Kreisstadt Unna Ksenija Sakelšek zu diesem Fest eingeladen haben.
Wegbegleiter, Freunde und Förderer waren gekommen, um dieses Fest gemeinsam mit der Gemeinde zu feiern.

Mit einer festlichen Zeremonie unter der Leitung der Rabbinerin Natalia Verzhbovska begann der Nachmittag im Garten an der Sukka. Diese Laubhütte zum Laubhüttenfest steht als Symbol für die 40-jährige Wanderschaft in der Wüste, nachdem das Volk von Mose durch den Willen Gottes aus ägyptischer Gefangenschaft befreit wurde. Die Laubhütte steht für die Hilfsunterkünfte in denen die Juden nach ihrem Auszug in Ägypten und während der Wanderung durch die Wüste gelebt haben. Sukkot ist aber auch Ernte- und Erntedankfest.

Zu Sukkot wird nach den Gesetzen über die jährlichen Feste ein besonderer Feststrauß gebunden und in Mose 3.40 heißt es: Ihr sollt am ersten Tag Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem Herrn eurem Gott.

Zu diesem Feststrauß Lulav gehören:
» Zweige der Dattelpalme, deren Frucht essbar ist und gut schmeckt, aber nicht duftet. Symbol für das Öffnen von Händen mit der anderen Menschen geholfen wird.
» Frucht des Zedrat-Zitronenbaums, die essbar sind und gut schmecken und duften. Die Zitrusfrucht symbolisiert das Herz.
» Myrtenzweige, die nach nichts schmecken aber gut duften. Sie sollen an Augen erinnern und Gut und Böse unterscheiden.
» Bachweidenzweige, die weder gut schmecken noch riechen, aber nützlich sind. Die Weide steht für die Lippen, die Gutes sagen und Gott loben.
Alle vier symbolisieren die vier unterschiedlichen Menschen im Volk Israel.

Nach der Zeromonie hatten die Besucher im Garten an Tischen und Bänken Gelegenheit zum Gesprächsaustausch. Dazu gab es frisches Obst und Getränke.

Besonders gefreut haben sich die zahlreichen Besucher

auf das dann folgende Konzert in der Synagoge mit Lars Urmanski. Er ist ein „Eigengewächs“ der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ und hat die  bei Musiklehrerin Larisa Makarova  erlernten Fähigkeiten weiter perfektioniert.
Mit seinem Konzertprogramm

„Shpil zhe mir a lidele“

lud er zu einer Reise in die Welt der jiddischen und populären Musikkultur ein. Da war für jeden der Besucher etwas dabei und es gab reichlich Beifall in der voll besetzten Synagoge.

Der Eintritt war frei. Es wurde um eine Spende für die Sanierung des Gemeindezentrums gebeten.

Mein Termintipp
Im Rahmen der Veranstaltungen 10 Jahre jüdische Gemeinde „haKochaw“ gibt es am
» 26. Oktober 2017 um 19:00 Uhr im
» Zentrum für Information und Bildung der Kreisstadt Unna
» Lindenplatz 1
» 59423 Unna
einen interessanten Vortrag der Rabbinerin Natalia Verzhbovska zum Thema
„200 Jahre liberales Judentum".
Musikalisch umrahmt wird der Abend durch den Chor „Simcha" der jüdiischen Gemeinde Unna.

Jüdische Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna e.V.
Buderusstraße 11, 59427 Unna
Tel. :02303 88 63 23 / 02303 21 979
E-Mail:ha-kochaw(at)liberale-juden.de
» Jüdische Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna e.V.

Fotos © Jürgen Thoms
09.10.17 18:39:09
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