Kinder schaffen Beton-Skulpturen für Kurpark

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Farbe bringt hier Luis Gurlitt auf eines der Herzen, das Teil einer Skulptur im Kurpark wird.
Unna: Unna |

Der Sternengucker und zwei weitere Holzskulpturen im Kurpark fielen dem Vandalismus zum Opfer. In einer vereinten Aktion schaffen Unnaer Künstler und Kinder jetzt neue Installationen auf der Wiese an der Jugendkunstschule.

"Wir antworten mit Liebe", erklärt Ilona Hetmann, Malerin und Chefin der Kunstforder Unna. In einem ersten Schritte entwarf und errichtete sie mit weiteren Künstlern die Wand für Liebesschlösser mit dem Schriftzug der Stadt. Mit Kindern entwickelte sie jetzt im Rahmen des Kulturrucksack NRW zahlreiche Kleinskulpturen, die auf der Wiese ihren festen Platz erhalten.

In der ersten Ferienwoche waren acht Schüler unter ihrer Leitung kreativ. "Sie sollen etwas dazubauen", so Ilona Hetmann. Aus Styroporkernen schnitten sie zunächst nach eigenen Ideen verschiedene Formen u.a. Herzen, Quader und weitere mehrdimensionale Figuren. Diese wurden kräftig mit Flüssigbeton bestrichen. Die Erfahrungen der Kinder sind sehr unterschiedlich. Die meisten hat keine Vorerfahrung mit dem Werkstoff, höchstens beim Mischen auf einer Baustelle.

Manche der jungen Künstler waren zügig mit ihren Formen fertig. "Das geht schnell Kindern, wir müssen da oft bremsen", erklärt Ilona Hetmann. Abschließend durften sie die Anfangsbuchstaben ihrer Namen als Betonbilder herstellen, als Deko fürs eigene Zimmer.

Figuren aus Beton

Im Kurpark eine eigene Skulptur aufzustellen macht den Kindern Spaß. Mittelfristig sollen auf der Wiese Figuren aus Beton, Holz und Metall entstehen, in verschiedenen Arbeitsgruppen. Ende Juli geht es weiter mit der Gestaltung einer Holzbank, angeleitet vom Holzkünstler Bernd Schuhmacher.

In Unna machen derzeit zehn Gruppen beim Kulturrucksack NRW mit. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die kulturelle Vielfalt des Landes näherzubringen, zu Mit-mach-Projekten anzuregen und Besuchsangebote in Museen, Theatern etc. attraktiv zu machen. Das Angebot gibt es seit fünf Jahren und wird mittlerweile in 231 NRW-Kommunen angeboten.
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