Neue Heimat für die Regenfrau: Nach Restaurierung steht die Skulptur jetzt im Unnaer Bornekamp

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Leo Pira und "seine" Regenfrau: "Ich hab' sie richtig liebgewonnen".
Unna: Bornekamp |

Jahrelang sorgte sie im Massener Freibad für viel Spaß vor allem bei den Kindern - dabei handelt es sich bei „Der Regenfrau“ um ein durchaus ernsthaftes Kunstwerk des Münchener Bildhauers Paul Fuchs. Doch die überlebensgroße Frauenfigur aus einzelnen massiven Edelstahlstäben ließ es eben durch verschiedene Öffnungen und ihre Finger regnen - und avancierte so zum Sinnbild für Freude und Spaß.

Nach der Schließung des Bades wurde die Figur abmontiert - dabei wurde ihr zum besseren Transport ein Arm gebrochen - und wurde dann ebenfalls aufgrund ihrer Größe relativ ungeschützt im Freilager aufbewahrt.
Damit war die Regenfrau zwar aus dem Weg - aber nicht aus dem Sinn. Jahrelang wurde hin und her überlegt, wo denn der geeignete Standort für die 6,50 Meter hohe Figur sein könnte. Kreisverkehre, das Bornekamp-Freibad - viele Vorschläge wurden getätigt und wieder verworfen. Bis man im Bornekamp den geeigneten Standort in der Nähe des Skulpturengartens fand. Denn hier ist nicht nur Wasser - das thematisch und vom Künstler so gewollt - in die Nähe der Frau gehört, sondern hier ist sie auch stets im Blickfeld der vielen Spaziergänger und Sportler, die den Bornekamp nutzen.

Bevor es aber an den Wiederaufbau gehen konnte, musste die Figur generalüberholt werden. Dies übernahm Leo G. Pira mit seiner Firma „Design mit Steel“. Denn nicht nur der Arm musste wieder fachmännisch angebracht werden, „wir haben auch alles feinsäuberlich mit Läppchen und Edelstahlpolitur wieder zum Glänzen gebracht“, schmunzelt Pira.

Außerdem wurden die Montagelöcher aus Massen wieder aufgefüllt. Denn im Bornekamp hat man die Figur auf einen massiven Betonsockel gestellt - „damit steht die Figur auf jeden Fall besser und stabiler als es noch damals im Freibad der Fall war“, weiß Pira.

Regnen lassen kann sie es nicht mehr


Nur regnen lassen kann es die Regenfrau nicht mehr. „Theoretisch geht das noch, die Skulptur ist noch voll funktionstüchtig“, erklärt Sigrun Krauß, „aber versicherungstechnisch wäre das schwierig gewesen und auch aus hygienischen Gründen haben wir davon abgesehen.“

Und so scheint die Regenfrau nun also nur noch trocken um Regen zu bitten. Oder - dem Standort angemessen - könnte man auch sagen: Sie sorgt in Zukunft dafür, dass den Bornekampquellen nie das Wasser ausgehen möge.
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