Welthospiztag in Unna

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Unna: Zentrum für Information und Bildung |

Infostand

Am Vormittag des 10.10.2015 werden Vertreter der Hospizstiftung, vom ambulanten Kinder- und Jugend Hospizdienst, vom Leuchtturm in Schwerte (Kinder- und Jugend Trauerarbeit) und vom ambulanten Hospizdienst Unna "Omega - Mit dem Sterben leben", evtl. auch vom Trauercafé und Unna Massen in Unna auf dem Markt sein, um auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

Liederabend

Am Abend wird Fred Ape ab 19.00 Uhr im zib in Unna auf seiner Gitarre heitere und nachdenkliche Lieder rund um das Leben und Sterben präsentieren.

Leben bis zuletzt

Die Aktion hat das Ziel, das Thema Tod, Trauer und Sterben immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen und so eine Auseinandersetzung mit diesen Themen zu fördern und zu versuchen, den lähmenden Schrecken zu nehmen, der häufig dazu führt, gerade hier auszuweichen und Betroffene alleine zu lassen.
Es solldazu ermutigen, sich mit dieser letzten Lebensphase des Abschiednehmens und der Trauer auseinander zu setzten. Sterbenskranke und Trauenerde brauchen Mitmenschlichkeit und Mitgefühl durch Menschen, die ihnen begegnen. Wenn die Möglichkeit besteht, der Trauer Ausdruck zu geben und auf Menschen zu stoßen, die in einer ähnlichen Situation sind, kann der Schmerz der Trauer erträglicher werden und beginnen, sich zu verändern.

Durch die Hospiz- und Palliativarbeit soll die Möglichkeit geschaffen werden, an der Hand eines Menschen sterben zu können – und nicht durch die Hand eines anderen.

Fürsorge am Lebensende

In der aktuellen Diskussion in Deutschland über ein Verbot gewerblich organisierter Formen der Beihilfe zum Suizid und die ärztliche Beihilfe zum Suizid wird deutlich, dass es häufig vielfältige Ängste sind (die Angst vor dem Alleinsein, vor starken Schmerzen, vor dem Verlust der Würde ist oder die Angst, anderen zur Last fallen,) die dazu führen, dass Menschen den Wunsch nach vorzeitiger Beendigung des Lebens äußern.

In modernen und aufgeklärten Gesellschaften sind Selbstbestimmung und Autonomie zwar zentrale Werte, das darf aber nicht dazu führen, dass eine Debatte einseitig zugunsten einer individualisierten und auf Leistung hin ausgerichteten Gesellschaft geführt werden darf. Die Akzeptanz von Abhängigkeit und die Bereitschaft, für andere Sorge zu tragen, ist Voraussetzung für jede menschliche Gesellschaft.

Die Trauer, in der das sich das Leben verlangsamt und für eine Zeit alles anders ist, als gewohnt, braucht einen gleichwertigen Platz in der Gesellschaft wie Leistungsfähigkeit und Freude.

Am 10.10.2015 möchten die teinehmenden Organisationen aus Unna und Umgebung einen Beitrag leisten, diese Gedanken weiterzutragen und machen gemeinsam auf die verschiedenen Unterstützungsangebote aufmerksam.
Sie sind Anlaufstellen für Menschen, die sich Unterstützung, Rat und Hilfe wünschen in ihrer Trauer oder im Sterben und Abschiednehmen.
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Jürgen Thoms aus Unna | 03.10.2015 | 19:30  
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