Die Richtkrone schmückt seit heute das „jüngste Kind“ der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft

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Matthias Fischer (Geschäftsührer Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft) Theodor Rieke (Aufsichtsratsvorsitzender), Martin Kolander (Architekt), und Renate Nick (stellv. Bürgermeisterin der Kreisstadt Unna)
  Unna: Mehrgenerationen-Wohnprojekt | Freitag, 09. September 2016 11:00 Uhr

Vorreiterrolle in Unna: Zweites Projekt zum Mehrgenerationen-Wohnen


KREISSTADT UNNA ■ Neue Wohnformen sind derzeit in aller Munde. Dem gesellschaftlichen Trend folgend, geht es dabei vor allem darum, Jung und Alt ein gemeinschaftliches Zuhause zu bieten. Für Unna nimmt dabei die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) eine Vorreiterrolle ein, wie es Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke formulierte.
Das kommunale Wohnungsunternehmen konnte nach dem ersten „Mehrgenerationen-Wohnprojekt“ an der Effertzstraße in Königsborn nunmehr am heute für ein zweites Vorhaben dieser Art an der Weberstraße, für ihr „jüngstes Kind“ also, die Richtkrone aufziehen.

Dieses geschehe nur neun Monate nach der Grundsteinlegung, sagte Rieke und sah in den Mehrgenerationen-Projekten einen „willkommenen Wohnstil für die Zukunft“; denn die Menschen wollten heute nicht mehr isoliert, sondern in der Gemeinschaft leben. Das Projekt mit Familien, Singles und Senioren unter einem Dach biete dabei die besten Voraussetzungen.

Er bedankte sich beim Architekten Martin Kolander und den am Bau beteiligten Handwerkern und Firmen sowie der Stadt Unna als Baugenehmigungsbehörde. Lobende Worte fand Rieke für den Einsatz der Wohnprojekt-Entwicklerin Dipl.-Ing. Birgit Pohlmann sowie für den Verein „Neue Wohnformen Unna“ und die AG Mehrgenerationenwohnen Weberstraße für deren Engagement und Unterstützung.

Wie UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer erklärte, sollen insgesamt 24 Wohnungen, davon 16 öffentlich gefördert, in dem neuen Komplex entstehen. Die Größe der Wohnungen bezifferte er mit 52 bis 105 qm, allesamt barrierefrei zu erreichen. Das gelte natürlich auch für den Gemeinschaftsraum mit einer Größe von 62 qm. Der Neubaukomplex wird nach den Worten von Fischer nach der Fertigstellung zum 1. Juni 2017 über elektrische Rollläden in allen Räumen, über Fußbodenheizung, überdachte Loggia oder Dachterrassen verfügen und in der Tiefgarage 25 Stellplätze für Pkw ausweisen und 48 Stellplätze für Fahrräder beinhalten.

Die Energietechnik sei zudem nach neuzeitlichen Gesichtspunkten ausgerichtet, hob der UKBS-Geschäftsführer hervor. Insgesamt entstehe ein Komplex mit 13.250 Kubikmeter umbauten Raumes mit einer Nettogrundfläche von 1.465 qm. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Fischers Angaben auf 5,4 Millionen Euro.

Für den Verein „Neue Wohnformen Unna e.V.“
zeigte sich Vorsitzende Ulrike Lehmann hocherfreut über den zügigen Fortgang des Projektes. Mit großer Hoffnung und voller Erwartung und Spannung sehe man nunmehr dem weiteren Gelingen entgegen. Und Gruppensprecherin Doris Schwickal stellte fest, „dass hier aus Theorie nunmehr Wirklichkeit wird“. Der Bau stehe unter einem guten Stern, zeigte sie sich überzeugt und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Fortgang auch weiterhin unfallfrei und zeitgemäß verlaufe.

Mit dem Richtspruch aus dem Munde des Architekten Martin Kolander
Zum Giebel bin ich hochgestiegen um hier zu reden mit Vergnügen. Den Bauherrn und die Lieben seinen und alle, die sich hier vereinen. Die Baugenossen und die Gäste begrüße ich zu diesem Feste!
Den Arehitekten der zu Bau den Grundriss hat erdacht genau. Dem Maurermeister, der sodann das Werk mit siichrer Hann begann. Sei heut ein volles Glas geweiht mit Glück und Heil zu aller Zeit!
Nicht minder sollen die Gesellen die mit Mörtenl, Schalung und mit Kellen gemauert und gegossen hier ein Segenswort erlauben mir....
Prost
Wenn nun das Glas in Scherben springt noch einmal unser Gruß erklingt.
Hinaus mit Freude und Gebraus
„Glück Auf“ und Segen diesem neuen Haus!
wurde sodann die farbenprächtige Richtkrone emporgezogen und weht nun auf dem neuen Komplex. Gern nahmen anschließend die künftigen Mieter und auch die Gäste das Angebot des Bauherrn an, bei einem Rundgang durch den Rohbau die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen und bereits zu erkunden.


Textquellen:
Egbert Teimann, Martin Kolander
Fotos: Jürgen Thoms
09.09.16 19:15:05
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Helmut Zabel aus Herne | 11.09.2016 | 09:57  
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