Eine Eselsbrücke für Unna: Redaktionsteam des „Herbstblatt“ wagt zweiten Anlauf zur Umbenennung der Ringbrücke

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Die Brücke über den Ring, die die Innenstadt mit dem Bornekamp verbindet, soll in „Eselsbrücke“ umbenannt werden. So will es das „Herbstblatt“.
Unna: Eselsbrücke |

Völlig namenlos überspannt sie den Ring und führt Fußgänger und Radfahrer sicher in Richtung Bornekamp oder umgeklehrt in die Stadt. „Diese Brücke hat doch einen vernünftigen Namen verdient“, findet das Redaktionsteam des „Herbstblatts“, der Zeitung des Seniorentreffs „Fäßchen“ an der Hertinger Straße. Und will nun die offizielle Benennung in „Eselsbrücke“ durchsetzen.

Schon vor 14 Jahren hatte man einen solchen Vorstoß gewagt, „aber damals war unser Antrag nicht so gut vorbereitet und war dann auch prompt abgelehnt worden“, erinnert sich Klaus Pfauter als Sprecher der Herbstblatt-Redaktion. Doch diesmal soll alles anders sein.

Mit der Benennung der Brücke möchte sich das Herbstblatt selbst ein kleines Denkmal setzen: „Wir feiern in diesem Jahr unseren 20. Geburtstag und haben jetzt die 80. Ausgabe herausgebracht – da wäre es eine ganz tolle Sache, wenn uns die Namensgebung gelingen würde“, so Klaus Pfauter.

Diesmal ist man taktisch klug vorgegangen: „Wir haben in den vergangenen Wochen sowohl mit Bürgermeister Kolter als auch mit sämtlichen Parteispitzen gesprochen. Und alle haben uns zwar nicht gerade himmelhochjauchzende Begeisterung aber so doch zumindest Zustimmung signalisiert“, berichtet Pfauter. Nun soll der Antrag an die Stadt gehen, über den der Rat dann vielleicht sogar noch in diesem Jahr entscheiden könnte.

Wichtig ist ja vor allem, dass keine Kosten entstehen. Die Brücke ist eh namenlos, es müssen also keine Adressen geändert werden. Der neue Name wird einfach bei der Stadt vermerkt und wenn die nächste Stadtplanänderung ansteht, wird der Name auch im offiziellen Stadtplan zu finden sein“, erläutert Pfauter, der jahrelang als Kartograph für die Stadt Dortmund gearbeitet hat.

Mit der neuen „Eselsbrücke“ könne Unna nicht nur ihren Ruf als „Eselstadt“ festigen – man denke nur an den Eselbrunnen – sondern auch ihren Bürgern wertvolle Hilfestellung geben. Denn dann müsste man sich keine eigene Eselsbrücke mehr bauen, um sich etwas zu merken, sondern man denke einfach nur an die Eselsbrücke über den Ring.
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