Eine Institution wird 50: Bauer Brune in Unna-Massen feiert mit Tanz in den Mai

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Freuen sich gemeinsam auf ein schönes Fest am 30. April – zu Ehren des 50. Geburtstags der Gaststätte „Bauer Brune“ in Massen: (v. l.) Sänger Lars Vegas, Thorsten Lachmann (Getränke Gefromm), Annette und Hildegard Brune und Winfried Weber (Brinkshoff‘s Brauerei).
Unna: Massen |

Ulrich Brune hatte ein Faible für die Landwirtschaft, sein Spitzname: „Bauer“. 1964 gingen seine Interessen allerdings andere Wege und er fasste den Entschluss , den Massenern eine Gaststätte nebst Saal und Kegelbahn zu bauen. Eine gute Sache – fanden auch die Massener und machten die Gaststätte „Zur Mühle“ von Bauer Brune ab 1965 zu ihrem Treffpunkt im Dorf.

Der Bau des Hauses 1964 war gut geplant, „wir kauften extra einen alten Bauernhof im Münsterland – quasi zum Ausschlachten“, erinnert sich Hildegard Brune. Die Einrichtung ist bis heute geblieben, mitsamt der 2.000 handgeschmiedeten Nägel, die Hildegard Brune 1964 eigenhändig in die Paneele schlug, den knorrigen Eichenbalken im Saal oder dem alten Münsterländer Torbalken über dem Tresen mit Inschrift von 1704.

Immer mittendrin Tochter Annette, die praktisch in der Gaststätte groß wurde. Unter den Gästen war immer jemand, der dem Schulmädchen bei den Hausaufgaben helfen konnte – und ihr so zu einem erstklassigen Schulabschluss verhalf.

So erlebte Annette, die die Gaststätte seit 1999 betreibt, auch hautnah die Hoch-Zeit des Tresentrinkens mit. „Die standen hier zuweilen in Dreierreihen am Tresen, häufigste Bestellung war das so genannte Herrengedeck mit Bier und Korn“, erinnert sich Wirtin Hildegard Brune.

In den vergangenen 50 Jahren – „haben wir nicht erst letzte Woche den 40. gefeiert?“ – war die Gaststätte immer wieder auch verpachtet, insgesamt acht Jahre war die ­Betreiberfamilie nur im Hintergrund tätig. Doch das funktionierte nicht so richtig, 1999 gab Annette Brune ihren erlernten Beruf als Steuerfachangestellte auf und übernahm die zu diesem Zeitpunkt heruntergewirtschaftete Gaststätte.

Die war 1977 in einer Überraschungsaktion von „Zur Mühle“ in „Bauer Brune“ umbenannt worden. „Das hat damals die Brauerei eingefädelt, mein Mann fand das überhautp nicht gut“, schmunzelt Hildegard Brune heute über diesen Schildbürgerstreich.

Statt Herrengedeck und sonntäglichem Frühschoppen punktet „Bauer Brune“ heute mit der Freiluftgastronomie im großen Biergarten samt Spielplatz und dem Saal, der gerne für Familienfeiern genutzt wird. „Auch die jungen Leute kommen gerne zu uns wegen der einzigartigen Atmosphäre und die Kegelbahn ist auch wieder gut gefragt – vor allem von Familien mit Kindern“, weiß Annette Brune. Während der Fahrradsaison profitiert Bauer Brune von seiner Lage am Reckerdingsweg, wo sich Radrouten aus Kamen, Unna und Dortmund treffen.

Bei schönem Wetter soll am 30. April auch die Geburtstagsfeier im Biergarten steigen, neben einem 50-Liter-Fass Freibier wird es Live-Musik mit Lars Vegas und Sängerin Alessandra geben. Der Eintritt ist natürlich frei.
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