Enkeltrick vereitelt - Angestellte eines Geldinstitutes witterte Betrug

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Im vorliegenden Fall kam es nicht zu einer Festnahme - der Betrug an der Rentnerin konnte verhindert werden. (Foto: Archiv/pixelio.de)

Immer mehr Seniorinnen und Senioren melden sich bei der Polizei, weil sie merkwürdige Anrufe erhalten. Die Masche ist eigentlich die Gleiche. Ein vermeintlicher Verwandter, zu dem länger kein Kontakt bestand, verwickelt in ein Gespräch. So passierte es auch einer 87-Jährigen aus Werne.

Die Anruferin gab vor, in der Nähe zu sein und zu Besuch kommen zu wollen. Derzeit sei sie jedoch noch bei einem Notar, um ein Immobiliengeschäft abzuschließen. Sie habe sich da etwas übernommen und benötige dringend Geld. Die zunächst arglose Wernerin ging darauf ein, telefonierte jedoch zuvor mit ihrem Geldinstitut und fragte, ob sie eine fünfstellige Summe überhaupt sofort abheben könne.

Die Angestellte des Geldinstitutes wurde sofort misstrauisch und wies auf einen möglichen Enkeltrickbetrug hin. Mit Einverständnis der Geschädigten informierte sie die Polizei.Zu einer weiteren Tatausführung kam es nicht, da man sich bei einer erneuten Kontaktaufnahme seitens der Täter über die nunmehr geforderte, niedrigere Summe nicht handelseinig wurde.

Abwechslungsreiche Betrugsvarianten

Es wird wiederholt davor gewarnt, auf telefonische Geldforderungen einzugehen. Die Varianten der Täter sind abwechslungsreich; so treten sie auch als vermeintliche Polizeibeamte auf, die ihre Opfer zur aktiven Beteiligung an angeblich laufenden Ermittlungen beteiligen wollen. 

Keinesfalls sollen Angerufene sich darauf einlassen, den Namen ihres vermeintlichen Angehörigen am Telefon selbst zu erraten und dann zu glauben, dass es sich tatsächlich um diese/diesen handelt. Damit macht man es dem Täter zu leicht, der natürlich mit einem "ja, richtig" antwortet. Die Variante, Geld für einen Immobilienkauf zu benötigen, wird dabei recht häufig angewandt.
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