Für immer immunisiert gegen „Rechts“

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42 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs nahmen Gedenkstättenfahrt teil. (Foto: privat)

Schülerinnen und Schüler der Peter-Weiss-Geamtschule (PWG) besuchen die ehemaligen nationalsozialistischen Vernichtungslager in Auschwitz und das ehemalige Krakauer Ghetto

42 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs nahmen freiwillig an einer von ihren Sozialwissenschaftlehrern Tatjana Buchwald und Rainer Schollas initiierten und organisierten Gedenkstättenfahrt teil und kehrten mit Eindrücken zurück, die sie wohl ihr Leben lang nicht mehr vergessen werden.

Stationen der auch im Schulprogramm der „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ verankerten Gedenkstättenfahrt waren das Haus der Wannseekonferenz in Berlin, Krakau mit dem ehemaligen jüdischen Ghetto und Schindlers Fabrik und die Vernichtungslager in Auschwitz und Auschwitz-Birkenau.

Ausschwitz, Krakau und Haus der Wannseekonferenz

In Auschwitz, der ersten Station der Fahrt, machte sich bei Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften angesichts des unvorstellbaren, unmenschlichen Grauens sehr schnell ein Gefühl des Schreckens, der Betroffenheit und Abscheu breit, das auch in den nächsten Tagen nicht weichen konnte. In Krakau wurden die Schülerinnen und Schüler dann mit dem Leben im damaligen jüdischen Ghetto konfrontiert. Abschließend, im Haus der Wannseekonferenz wurde noch einmal deutlich, mit welcher menschenverachtenden Grausamkeit und Kaltblütigkeit die Vernichtung der europäischen Juden von Nazi-Schergen organisiert worden war.
Einig waren sich alle Reisenden, dass diese in der Geschichte der Menschheit einmaligen Verbrechen sich niemals wiederholen dürfen.

Dennoch war es ein Fahrt, die vor allem Eines machte: Mut!!
Denn es gibt wieder jüdisches Leben in Krakau, es gibt ein pulsierendes „Jüdisches Viertel“ und eine wunderbare kleine Synagoge als Ort jüdischen Glaubens. Und auch in vielen Städten Deutschlands gibt es wieder jüdisches Leben.
Und es gibt Menschen wie Oskar Schindler, die ihr Leben riskiert haben, um das Leben anderer zu retten. „Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Für sein Wirken erhielt Schindler die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“.

Gemeinsames Fazit

Ein gemeinsames Fazit zogen alle Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften: Es darf nie wieder Platz für faschistische, nationalsozialistische, rassistische, antisemitische Parolen und Gedanken in unserer Gesellschaft und nirgendwo auf der Welt geben.

Zukünftig agieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt als Multiplikatoren in den neunten Klassen der Schule, in denen das Thema Nationalsozialismus laut Lehrplan behandelt wird. Sie können dort authentisch über Orte der schrecklichsten Verbrechen der Menschheit berichten und werden so gewissermaßen zu „neuen Zeitzeugen“.

Für Tatjana Buchwald und Rainer Schollas als betreuende Lehrkräfte ist absolut wichtig: Demokratische Bildung und eine gelebte Erinnerungskultur müssen zu Hauptanliegen aller Schulen werden. Und noch etwas ist ihnen deutlich geworden: Es stimmt einfach nicht, dass junge Menschen sich nicht mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Zeit auseinandersetzen wollen. Im Gegenteil: Es besteht großes Interesse, ein Bedürfnis, aus der Geschichte im Sinne Adornos zu lernen: Auschwitz darf sich nie wieder wiederholen.
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