Helfen Sie Inge Moenikes im Kampf gegen Hunger

Inge Moenikes will sich auch weiterhin in Brasilien engagieren.
 
Inge Moenikes und Schwester Ludwigis sind in Brasilien immer auf Achse, um den Armen zu helfen. (Foto: Moenikes)
Inge Moenikes ist eine glückliche Frau. Das sagt sie von sich selbst. Sie ist glücklich, weil sie helfen kann. Und sie ist glücklich, obwohl sie schon eine Menge Elend auf der Welt gesehen hat.
Wie das Elend der vergessenen Kinder von Jerusalem. Monatelang hat sie in einem Heim für schwerbehinderte Kinder nahe Jerusalem gearbeitet. „Die Armut an Gefühlen dort ist unvorstellbar, niemand bringt diesen Kindern Liebe oder Aufmerksamkeit entgegen“, ist sie noch heute erschüttert.
In Brasilien nun genau das Gegenteil: „Die Menschen dort sind alle sehr herzlich, doch die materielle Armut bis hin zum Hunger in diesem eigentlich so reichen Land ist für uns Europäer unvorstellbar“, erzählt sie von ihrem jüngsten Aufenthalt in Leme, einer Stadt nördlich von Sao Paulo. Inge Moenikes möchte den Menschen dort Häuser bauen, dafür sammelt sie nun Spenden.

Ein Land voller Hoffnung - ein Land voller Armut

Brasilien ist ein Land voller Hoffnung. Als Schwellenland erlebt es momentan einen anhaltenden wirtschaftlichen Boom. Doch leider geht dieser Boom an den Bedürftigen vorbei, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.

Die Unnaerin Inge Moenikes lernte die Zustände in Leme, einer Stadt zwei Autostunden nördlich von Sao Paulo, im Rahmen eines Besuchs bei ihrer Enkelin Lisette kennen. Die absolvierte im Konvent der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Leme ein freiwilliges soziales Jahr.
„Die Zustände dort haben mich geschockt und erschüttert“, erinnert sich die Unnaerin, die sich bereits seit Jahren gegen Armut engagiert. Und tatsächlich steigen der sonst so fröhlichen Frau immer wieder die Tränen in die Augen, wenn sie von Leme erzählt. Von dem Leben, das die Menschen in den Favelas führen müssen, ohne Strom, ohne Wasser oder Kanalisation. „Und gleich daneben ist die große Stadt mit ihren Supermärkten und modernen Geschäften“, erzählt Moenikes fassungslos.

Zehn Euro reichen schon

Dabei gehört nicht viel dazu, den Menschen dort zu helfen. „Von zehn Euro kann schon eine ganze Familie eine Woche lang leben“, weiß die 76-Jährige. So können auch kleinste Spendenbeiträge eine Familie vor dem Hunger bewahren. „Und für 5.000 Euro kann man schon ein ganzes Haus mit Strom- und Wasseranschluss bauen“, wirbt sie für ihre neue Spendenidee.
Ein solches Haus ist zwar in unseren Augen nicht mehr als vier Mauern aus Stein und ein Dach - doch ermöglicht es den Menschen aus den Favelas endlich ein menschenwürdiges Leben.
Federführend bei der Umsetzung des Hausbauprogramms ist ebenfalls der Konvent der heiligen Maria Magdalena Postel, der im sauerländischen Bestwig sein Mutterhaus hat.
Schwester Ludwigis, selbst schon 86 Jahre alt, kümmert sich in Leme um die Ärmsten der Armen. „Sie schickt die Frauen in Nähkurse, den Männern vermittelt sie eine Ausbildung zum Beispiel zum Maurer und die Teenager schickt sie in Informatikkurse“, berichtet Moenikes. So können die Menschen für ihr Auskommen selber sorgen - und die oftmals horrenden Mieten in den Favelas bezahlen. „Das muss man sich mal vorstellen, die Grundbesitzer wollen auch noch Geld für diese Schrotthütten“, ereifert sich die Unnaerin.
Wer die Miete nicht zahlen kann, der muss wegziehen an den Rand der Favela, dort, wo die große Müllhalde von Leme ist. Unlöschbare Feuer im Inneren der Müllhalde lassen beständig tödliche Gase ausströmen, die Zahl der behindert auf die Welt kommenden Kinder ist besonders groß, die Lebenserwartung besonders gering.

Ein Haus für 5.000 Euro

„Fünf Häuser konnten wir bereits bauen, weit weg von der Favela“, berichtet Moenikes. Fünf Familien haben so einen Ausweg gefunden aus der ewigen Spirale der Armut. Doch bevor es Weitergehen kann mit dem Hausbauprojekt, muss nun erst eine andere Katastrophe verhindert werden. „In der Region hat ein Käfer fast die gesamte Baumwollernte vernichtet“, berichtet Inge Moenikes. Da viele Lemer als Erntehelfer oder Kleinbauern arbeiten, bedeutet der Verlust der Baumwollernte einen Verdienstausfall für zwei Monate. Erst danach beginnt die Saison für Zuckerrohr. Zwei Monate ohne Verdienstmöglichkeit: „Das bedeutet für die meisten Menschen Hunger“, macht Moenikes die verzweifelte Situation deutlich.
Nun bleibt Inge Moenikes nur eines: „Bitte spenden Sie!“ fordert sie, „wir dürfen diese Menschen nicht einfach verhungern lassen!“

Spendenkonto
Konto Inge Moenikes
Volksbank Unna
Kontonr. 210 244 58 42
BLZ: 441 600 14
Stichwort „Brasilien“

Links zum Thema
http://www.lokalkompass.de/unna/leute/ein-haus-fue...
http://smmp.de/
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