Hohe Auszeichnung für GSG-Schüler Michael Abolnikov

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Michael freut sich gemeinsam mit Schulleiterin Sandra Pohl (r.) und seiner Fachlehrerin Brigitte Schelter über seine Urkunde. (Foto: privat)

„Wir würden in einer besseren Welt leben, wenn jeder Mensch Entscheidungen stets komplett bewusst treffen könnte.“ Der Satz klingt möglicherweise zunächst banal, aber wer einen Moment länger darüber nachdenkt, ahnt das Ausmaß der sich auftürmenden Denkprobleme, die als Eintrittspreis in eine „bessere Welt“ gelöst werden wollen. Michael Abolnikov, Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG), hat einen beachtlichen Teil dieser Probleme auf hohem Niveau untersucht und seine Ergebnisse zu einem philosophischen Essay verarbeitet. Den Lohn für die harte Gedankenarbeit gibt es jetzt: Michael gehört im Regierungsbezirk zu den drei besten Nachwuchsdenkern, die sich am Bundes- und Landeswettbewerb „Philosophischer Essay“ 2016 beteiligt haben.

Zudem wird er unter den 25 Schülerinnen und Schülern sein, die als bundesweit beste Autoren im Februar an der 17. Philosophischen Winterakademie in Münster teilnehmen. Insgesamt sind rund 1.000 Essays im Rahmen des Bundeswettbewerbs 2016 geschrieben und bewertet worden.

„Trifft, wenn Sie eine Entscheidung treffen, Ihr Gehirn die Entscheidung?“ – so lautete diejenige der drei Wettbewerbsfragen, für die sich Michael entschieden hatte. Auf nur vier Seiten – so die Wettbewerbsbedingung – musste er nun zu Papier bringen, was er alles für bedenkenswert hielt.

Und das schien zunächst allzu viel: Die bekannten philosophischen Positionen zum Thema, fundiertes psychologisches und physikalisches Fachwissen, eigene Beobachtungen, Selbstreflexion und eine Umfrage unter Mitschülerinnen und Mitschülern bildeten die Materialbasis. Fast unmöglich alles unterzubringen – und dann noch im Stil eines Essays, für den es zwar keine erklärten Formvorschriften gibt, der aber weder in banale Aussagen noch in schwer verständliche Wissenschaftssprache abgleiten darf.

Austausch mit anderen Teilnehmern

Die Gratwanderung ist Michael hervorragend gelungen. Das fanden die Jury und auch die Fachlehrer, mit deren Hilfe der junge Autor in den letzten Monaten am GSG seinem stets wachen Wissensdurst neue Nahrung zuführen konnte. Bei der Winterakademie wird Michael nun vier Tage lang mit anderen philosophisch interessierten jungen Menschen diskutieren und lernen. Alle Teilnehmer sollen außerdem im Rahmen der Veranstaltung erneut einen Essay schreiben – diesmal allerdings auf Englisch. „Kein Problem für Michael“, findet Brigitte Schelter, die den jungen Philosophen am GSG sowohl in Philosophie als auch in Englisch unterrichtet. Sie ist nicht die einzige, die sich auf das Ergebnis der neuen Herausforderung ihres Schülers jetzt schon freut.
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