Kreis Unna sicherer, aber mehr Diebstähle

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Leitender Polizeidirektor Volkmann, Landrat Makiolla und Kriminaloberrat Kleisa (v.l.) stellten die Kriminalstatistik 2015 vor. Foto: Th. Röwekamp
Unna: Polizei |

Die Kreispolizeibehörde Unna stellt bei einer Pressekonferenz die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 auf. Dabei wird vor allem der starke Anstieg von Wohnungseinbrüchen im Kreis genauer erläutert.


Bei der diesjährigen Vorstellung der Kriminalstatistik am 14. März erklären neben Michael Makiolla, dem Landrat, noch der leitende Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann, Volker Kleiser und der Pressesprecher Thomas Röwekamp die Situation der Kriminalität im Kreis Unna.
Insgesamt betrachtet ist der Kreis im Vergleich zum Jahr 2014 etwas sicherer geworden, denn vor allem Sexualstraftaten sind seltener geworden. Die Anzahl lag in 2015 im gesamten Kreis bei 151 Fällen. Auch Gewalt hat allgemein nachgelassen, denn einzig und allein Unna verzeichnete eine Zunahme von 27 Fällen. Glücklicherweise konnten außerdem große Mengen an Rauschgift und Bargeld von der Polizei sicher gestellt werden.

Immer mehr Diebstähle

Aus dem Rahmen der gesamten Kriminalstatistik fallen besonders Diebstähle, zu denen sowohl das Einbrechen in Häuser, aber auch die Entwendung von Wertgegenständen aus Autos oder Handtaschen zählen. An Diebstählen verzeichnet der Kreis im Jahr 2015 knapp 9400 Delikte, wobei Unna wieder heraus sticht. Besorgniserregend ist dabei die schwindende Hemmschwelle der Täter, da nicht nur nachtsüber die Gefahr eines Einbruches besteht. Auch am Tag schlagen viele Verbrecher zu und erbeuten hauptsächlich Schmuck und Bargeld.
Viele fragen sich, weshalb die Diebstähle sich immer weiter häufen und die meisten antworten, es sei wegen der Zuwanderer. Das jedoch wehrt Makiolla entschieden ab: "Der Anstieg der Diebstähle steht in keinem Zusammenhang mit der Flüchtlingszunahme". Das belegen auch die Zahlen, denn nur 6,6 Prozent der Tatverdächtigen sind Asylanten. Trotzdem halten sich die Vorurteile gegen die Zuwanderer, die vor allem durch die Sylvesternacht in Köln bestärkt wurden. Nach diesem Ereignis legten sich die Bürger im Kreis Unna innerhalb von sechs Wochen so viel Kleinwaffenscheine zu, wie im gesamten Jahr 2014.

Gegenmaßnahmen

"Wir brauchen einen langen Atem", kommentiert Michael Makiolla die Tatsache, dass die Polizei zwar einige Täter durch beispielsweise Kontrollen oder Observationen schnappen kann, aber ein Großteil leider entwischt. Das liegt unter anderem daran, dass die Verkehrsanbindungen im Kreis sehr gut sind, sodass viele Täter dadurch schneller fliehen können. Deshalb bittet die Polizei um mehr Achtsamkeit aller Mitmenschen im Kreis Unna: "Wir tun unser Bestmögliches, aber auch die Bürger müssen aufmerksamer werden". Dazu zählen vor allem die Hinweise an die Polizei, die man geben sollte, falls man etwas Verdächtiges sieht. Außerdem muss jeder auf seine Taschen bzw. die Wertgegenstände darin achten und sie bestenfalls nah am Körper tragen und nicht aus den Augen lassen. Natürlich sind auch Alarmanlagen hilfreich für die eigene Sicherheit und die Festnahme von den Einbrechern.
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