Wahlen im Kirchenkreis Unna - Kreissynode wählt Assessor und stellt Ausschüsse neu zusammen

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Christian Bald aus Holzwickede, einer der zwei Kandidaten auf die Position des Assessors. (Foto: Kirchenkreis Unna)
 
Der zweite Kandidat auf des Amt des Assessors, Christoph Maties aus Bergkamen. (Foto: Kirchenkreis Unna)
Unna: Mozartstraße | Die nächste Tagung der Kreissynode Unna am 22. Juni ist geprägt von Neuwahlen.
So stehen jeweils in den Jahren, in denen die Presbyterien neu besetzt werden, auch die Wahlen im Kirchenkreis an. Zudem hat die Synode im Herbst eine neue Satzung beschlossen, die auch eine neue Struktur der Ausschüsse vorsieht. „Das wird eine spannende Aufgabe, nämlich unsere neue Satzung nun mit Leben und letztlich mit Menschen zu füllen“, ist Superintendent Hans-Martin Böcker zuversichtlich, dass dies gelingt.

Wahl des Assessors
Zunächst ist die Position des Assessors, also des stellvertretenden Superintendenten noch zu wählen, dies hatte man im Herbst im Hinblick auf die vielen anderen Wahlen und die neu zusammengesetzte Synode auf den Termin nach den Presbyteriumswahlen verschoben. Hier werden die beiden Pfarrer Christian Bald aus Holzwickede und Christoph Maties aus Bergkamen zur Wahl vorgeschlagen.

Fachausschüsse erstmals zu besetzen
Neben den Wahlen zum Finanzausschuss und der Vertreter für die Landessynode wird die Wahl von Vertretern in die neu gebildeten Fachausschüsse einen Schwerpunkt einnehmen. In sieben solcher Fachausschüsse wird die inhaltliche Arbeit im Ev. Kirchenkreis Unna jetzt koordiniert bzw. initiiert. So beschäftigt sich ein Ausschuss mit Gottesdienst, Kirchenmusik und Kultur oder mit Seelsorge und Beratung, ein anderer mit Mission und Ökumene oder mit diakonischen Fragen. Die Bildungsarbeit und Belange von Kindern, Jugendlichen und Schule sind in weiteren Fachausschüssen zusammengefasst. Schließlich ist da noch der Ausschuss für Kindergartenarbeit. Jeweils elf Personen kommen in den Ausschüssen zusammen, einige davon als geborene Mitglieder, wie zum Beispiel der Schulreferent oder die Kreiskantorin im jeweilig zuständigen Ausschuss. Bis zu sechs Personen sind dann noch als sachkundige Mitglieder zu wählen. Hier konnten aus den Gemeinden oder den Arbeitsbereichen Vorschläge eingereicht werden. Voraussetzung für die Mitarbeit ist lediglich die „Befähigung zum Presbyteramt“, Kandidierende müssen also evangelisches Gemeindemitglied und zwischen 18 und 75 Jahre alt sein.

Warum gehe ich gerne hin? Gemeindeberichte
Alle zwei Jahre legen die Gemeinden einen Bericht über ihre Arbeit vor. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr war die von Superintendent Hans-Martin Böcker gestellte Frage: „Unsere Kirchengemeinde – Warum gehe ich gerne hin?“ Die Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Kirchenmusik werden hier ebenso genannt wie das Leben als die Gemeinschaft von Christen in all seinen Ausprägungen. „Bei allen Überlegungen, wie uns Kirchenferne erleben, wollen wir die nicht aus den Augen verlieren, die gerne mitarbeiten und mit ihrer Kirche stark verbunden sind“, so Böcker. „Letztlich tragen sie unsere Kirche und machen sie einladend für Andere.“ Zwei landeskirchliche Stellungnahmeverfahren gehen auch durch die Kreissynode Unna: erstens wird die Altersgrenze für Presbyter beraten. Zurzeit scheiden diese mit Erreichen des 75ten Lebensjahres aus, beraten wird über den Verbleib bis zu den nächsten Wahlen. Zweitens diskutiert auch die Kreissynode die mögliche Änderung der Amtsbezeichnung der Präses der Ev. Kirche von Westfalen in Bischöfin.

Abschied ehemaliger Synodaler
Im Gottesdienst zu Beginn der Synode in Kamens Pauluskirche um 8.30 Uhr werden alle verabschiedet, die nach der Presbyteriumswahl nicht mehr Mitglied der Kreissynode sind. Begrüßt wird dort auch Olivier Joel Zombou, der seit Monatsbeginn als Koordinator für Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis tätig ist. Ein kleiner Empfang schließt sich daher gleich an den Gottesdienst an.
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