Werkstatt investiert zwei Mio. in neues Schulungsgebäude

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Der Aufsichtsrat gab Startschuss für das Millionenprojekt - Vorsitzende Heike Gutzmerow (2.v.l) mit den Aufsichtsräten (v.l.) Dagmar Kayser-Passmann, Gabriele Meyer, Wilfried Bartmann, Volker König und Geschäftsführer Herbert Dörmann (Foto: privat)

Rund zwei Mio. Euro investiert die Werkstatt im Kreis Unna an der Unnaer Viktoriastraße 17 in ein neues Schulungsgebäude. Gleichzeitig werden im benachbarten und schon bestehen-den Bildungszentrum Ausbaureserven aktiviert. Auf rund 1.500 qm werden so insgesamt acht Büros, acht große Schulungsräume sowie umfangreiche Werkstattflächen neu entstehen.

Alle Räume werden barrierefrei für Menschen mit Behinderungen gebaut und zudem nach neuestem Energiestandard errichtet. Am 6. Dezember setzten Vorstand und Aufsichtsrat des Bildungsunternehmens den offiziellen Spatenstich. In rund einem Jahr, so kündigte Werkstatt-Geschäftsführer Herbert Dörmann an, sollen die neuen Räume fertig sein.

Die Werkstatt nimmt dann auch endgültig Abschied von ihrem Schulungs- und Werkstattgebäude an der Viktoriastraße 4. Die ehemalige Pflugfabrik mit ihrer markanten Villa am Viktoriakreisel wird komplett stillgelegt und abgesichert.

"Gerne hätte die Werkstatt den Komplex, den sie vor über 20 Jahren kaufte und intensiv nutzte, saniert und in ein Neubauvorhaben auf dem Victoriagelände eingebracht", so der Geschäftsführer. "Doch angesichts der ungeklärten städtebaulichen Zukunft des Gesamtgeländes nördlich der Bahn waren weitere Investitionen hier nicht vertretbar", erklärt Dörmann.

Der zweigeschossige Neubau auf dem Werkstattgelände gegenüber, wenige hundert Meter weiter, ist wirtschaftlich deutlich günstiger. Er schafft zudem Synergien für die Bildungseinrichtung, die mit ihren Töchtern jährlich für rund 3.000 Teilnehmer, 500 Berufs-schüler und 3.500 Schüler allgemeinbildender Schulen Perspektiven schafft. Und er hat noch die Option auf einen Anbau. Außer dem Bildungs- und Schulungszentrum an der Viktoriastraße betreibt die Werkstatt u. a. auf dem Unnaer Brauereigelände im ehemaligen „Flaschenkeller“ ein eigenes Berufskolleg. Die Zentrale befindet sich in der ehemaligen Brauerei-Villa am Platz der Kulturen.

Das Bauprojekt an der Viktoriastraße schafft ganz nebenbei noch einen Lückenschluss für Unnas Radler. Von dem vorhandenen Radweg, der bisher hinter dem Gelände der Stadtbetriebe und dem benachbarten Werkstatt-Areal verläuft, wird ein Durchstich direkt zur Viktoria- und Höingstraße neu angelegt.
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