Bei Wind und Wetter unbedenklich gekleidet

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Umweltberaterin Karin Baumann gibt wertvolle Tipps zu Outdoor-Kleidung. (Foto: privat)
Die Sonne scheint, alle zieht es nach draußen. Aber ist die Outdoor-Jacke auch mit unbedenklichen Chemikalien imprägniert? Umweltberaterin Karin Baumann gibt Tipps, worauf bei High-Tech-Kleidung zu achten ist.

1. High-Tech-Gifte meiden: Viele Outdoor-Produkte werden mit poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC) behandelt, die den Textilien wasser- und ölabweisende Eigenschaften verleihen und gleichzeitig eine gute Atmungsaktivität gewährleisten. Bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung der Kleidung werden aber schädliche Chemikalien an die Umwelt abgegeben. PFC sind in der Natur nicht biologisch abbaubar. Bestimmte PFC verbreiten sich über den ganzen Globus, gelangen ins Wasser und in die Nahrungskette und sind in Mensch und Tier sehr langlebig.

2. Zweckmäßigkeit überdenken: Ein Spaziergang durch den heimischen Wald ist nicht zu verwechseln mit einer Bergwanderung in luftigen Höhen. Ein mit High-Tech ausstaffiertes Bekleidungsstück ist nicht immer notwendig. PFC-freie Alternativen sind ebenfalls wind- und wetterfest und halten Regenwetter stand.

3. Kennzeichnung beachten: Empfehlenswerter als fluorhaltige Membrane sind fluorfreie Kunststoffe wie Polyester oder Polyurethan. Fluorfreie Imprägnierungen, die auf Dendrimeren, Paraffinen oder Polyurethan-Emulsionen basieren, sind ebenfalls die bessere Wahl als PFC. Beim Kauf sollten Kunden deshalb ihren Blick auf Produkte richten, die mit Hinweisen wie „PFC-frei“, „100 Prozent Fluorcarbon – free“ oder „Fluorine-free“ versehen sind.

4. Beschaffenheit und Preise vergleichen: Etiketten und Schildchen reichen als Informationsquellen nicht aus. Oftmals können zusätzlich Produktinformationen im Internet auf den Herstellerseiten nachgelesen und Preise verglichen werden. Viele Outdoor-Hersteller äußern sich auf ihren Websites zum Einsatz von PFC in ihrem Sortiment.

Generell verwenden laut einem Test der Verbraucherzentrale NRW zu viele Hersteller PFC und geben dies auf den Produktetiketten nicht an. Die Verbraucherzentrale fordert daher eine bessere gesetzliche Kennzeichnung.

Weitere Informationen unter www.verbraucherzentrale.nrw/unna oder im Umweltberatungszentrum, Rathausplatz 21.
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