Ende der offenen Abwasserführung im Kortelbach in Sicht

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Beim Bau des Kortelbach-Kanals ist jetzt ein Abschluss der Arbeiten und damit das Ende der offenen Abwasserführung absehbar: Der Lippeverband baut ab Sommer den vorletzten 500 m langen Kanalabschnitt. Bis Ende 2019 wird dann mit dem letzten Kanalabschnitt der Lückenschluss erfolgen.

Danach kann der unterirdische Abwasserkanal nördlich des Stadtzentrums von Unna auf ganzer Länge in Betrieb gehen, sodass Ende 2019 auch die provisorische Überleitung des – heute noch verschmutzten - Kortelbaches in den bestehenden Abwasserkanal aufgegeben wird.

Für den aktuellen Kanalbauabschnitt, den der Lippeverband von Juni 2017 bis März 2019 baut, muss zunächst eine Baustraße südlich des Gutes Schulze-Höing angelegt werden. Dazu wird ein vorhandener Wirtschaftsweg in der Verlängerung des Ligusterweges ausgebaut. Dafür wiederum müssen bis Ende Februar zwölf Bäume mit Stammdurchmessern von weniger als 50 cm gefällt werden.

Nach diesen vorlaufenden Arbeiten soll im Frühsommer der eigentliche Kanalbau starten. Der 500 m lange Bauabschnitt besteht im Wesentlichen aus einem Stauraumkanal mit 2,60 m Durchmesser, einem Drosselbauwerk und einem Anschlusskanals an den bestehenden Abwassersammler von 70 cm Durchmesser.

Gesamtfertigstellung der Kanäle Ende 2019

Im September vergangenen Jahres war es durch einen verstopften Rechen an der provisorischen Überleitung des Kortelbaches in den unterirdischen Kanal zum Heerener Mühlbach zu einem folgenschweren Fischsterben im Mühlbach und in der Seseke gekommen. Durch Umbauten an diesem Provisorium konnte der Lippeverband die Situation mittlerweile entschärfen.

Eine weitere ganz wesentliche Verbesserung wird die automatische Messstation an der Überleitungsstelle bringen, die der Lippeverband bis Ende Februar in Betrieb nimmt. Die Station kann rund um die Uhr den Wasserstand feststellen und die Daten per Fernübertragung an die Betriebsüberwachungszentrale des Lippeverbandes weiterleiten. Sollte der Zulauf zum Abwasserkanal in Zukunft erneut verstopft sein, könnte dies rasch erkannt und die Störung unverzüglich beseitigt werden.

Automatische Messstation gegen Fischsterben

Auch wenn sich ein Ende der offenen Abwasserführung im Kortelbach damit jetzt deutlich abzeichnet - die automatische Messstation wird ihre Aufgabe zum Schutz der Fische und Mikroorganismen in Heerener Mühlbach und Seseke noch für die kommenden knapp drei Jahre erfüllen.
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