Mit Neugier und Spaß dabei - Kompostieren auf kleinstem Raum in der Grilloschule

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Mit der Abfallberaterin Dorothee Weber und Klassenlehrerin Ines Ehrich
 
Die Kinder konnten sogar ihr Fachwissen, was Würmer und Spinnentiere betrifft, unter Beweis stellen
Unna: Grilloschule | Donnerstag, 07. April 2016 I 14:00 Uhr

Mit der „Willi-Wurm-Kiste“ kompostieren im Miniformat


Besuch der Abfallberaterin Dorothee Weber von der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH) hatte die Klasse 2 c der Grilloschule. Über diese etwas andere Unterrichtstunde konnten sich die Kinder und ihre Klassenlehrerin Ines Ehrich besonders freuen. Frau Ehrich ist nicht nur Klassenlehrerin sondern auch die Gartenbeauftrage der Grilloschule. Bei uns gibt es jede Woche die Garten-Arbeitsgemeinschaft. Aus der Klasse 2 c nehmen zurzeit etwa 20 Kinder teil.

So ging es nach der Pause in den Naturgarten der Schule. Kompostierung ist der natürlichste Recyclingprozess der Welt. „Für die Kindergärten und die Schulen, die sich an das Thema Kompostieren heranwagen, ist unsere „Willi-Wurm-Kiste“ das ideale Kompostiersystem“, sagt Abfallberaterin Dorothee Weber.

Für die Holzkiste, die in zwei Kammern unterteilt ist,
findet sich selbst im kleinsten Kindergarten ein geeignetes Plätzchen. Weil die Kiste klein ist, ist der Betreuungsaufwand auch entsprechend gering. Beim Befüllen der Wurmkiste haben die Kinder mit ihrer Lehrerin Frau Ehrich engagiert mitgemacht. Sie konnten sogar ihr Fachwissen, was Würmer und Spinnentiere betrifft, unter Beweis stellen.

Ab sofort sind sie für das Wohlergehen der Bewohner der Wurmkiste,
die Kompostwürmer, verantwortlich. Diese benötigen ausreichend Futter in Form von Obstschalen, Kaffeesatz, Teebeuteln und anderen organischen Abfällen. Schön feucht, aber nicht nass, angenehm kühl und dunkel muss es in der Kammer sein. Bei „wurmgerechten“ Bedingungen fressen sich die Würmer mit großem Appetit durch die Bioabfälle, vermehren sich rasch und produzieren besten Wurmhumus.

Damit die Kinder ihren Wurmhumus auch „ernten“ können,
müssen sie darauf achten, die Wurmkiste in der richtigen Reihenfolge zu befüllen. Erst wenn eine der Kammern komplett befüllt ist, darf mit der Befüllung der zweiten Kammer begonnen werden. Die Kompostwürmer folgen der Futterquelle und wandern durch ein Lochgitter in die frisch befüllte zweite Kammer. Dadurch wird die erste Kammer wurmfrei und die Kinder können den Wurmhumus entnehmen. Er eignet sich hervorragend als Dünger für die Zimmer- und Gartenpflanzen.

Die Wurmkiste ist ein ideales System,
um die Kompostierung als Kreislauf der Natur erlebbar zu machen. Die Kinder können über Wochen und Monate beobachten, wie sich die Kompostwürmer vermehren und die täglich anfallenden Bioabfälle in nährstoffreichen Humus verwandeln. Was in der Natur jedoch von alleine geschieht, muss in so einem kleinen System gewissenhaft betreut werden. Das macht Spaß, und sowohl Kinder als auch Erwachsene können eine Menge dabei lernen.

Der Tipp
Interessierte Kindergärten und Schulen erreichen die GWA-Abfallberatung unter Telefon 0 800 400 1 400 (gebührenfrei).
Weitere Informationen stehen auch im Internet zur Verfügung:
» www.gwa-online.de

Fotos © Jürgen Thoms
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2 Kommentare
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 11.04.2016 | 16:53  
23.103
Helmut Zabel aus Herne | 12.04.2016 | 10:01  
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