„Wastewater – Abwasser“: Weltwassertag am 22. März

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Das eigene Verhalten überprüfen und so Wasser richtig nutzen, dazu rät Marten Brodersen von der Unteren Wasserbehörde (Foto: B. Kalle/Kreis Unna)

Auf die lebenswichtige Bedeutung des Wassers wird weltweit jedes Jahr am 22. März aufmerksam gemacht. Für das Jahr 2017 lautet das Motto des Weltwassertags „Wastewater - Abwasser“ Darauf weist der Kreis als Untere Wasserbehörde hin.


Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und ist ein Ergebnis der 1992 durchgeführten UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Mit dem diesjährigen Thema soll die breite Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden, dass Abwasser nicht einfach „entsorgt“, sondern als Ressource wahrgenommen und genutzt werden sollte.

„Hier in Deutschland können wir uns darauf verlassen, jederzeit Trinkwasser in bester Qualität und ausreichender Menge zu haben“, sagt Marten Brodersen aus der Unteren Wasserbehörde. „Wir müssen nur den Wasserhahn aufdrehen.“ Gerade deshalb sollte der Tag des Wassers ein Tag sein, an dem sich jeder seiner Verantwortung für das Wasser bewusst wird.

Ziel muss es sein, den bestehenden Standard in der Wasserversorgung sowie der Abwasserbeseitigung nicht nur zu halten, sondern stetig an die steigenden Anforderungen an die Qualität der Fließgewässer und des Grundwassers anzupassen. „Ein Stichwort in diesem Zusammenhang ist die Mikroschadstoffproblematik“, erläutert Brodersen. Immer mehr Arzneimittel werden in der Umwelt nachgewiesen. Sie landen u.a. über die Abwasserkreisläufe in den Gewässern und dem Grundwasser. Hier wird absehbar nur mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe als Barriere für Mikroschadstoffe auf den Kläranlagen eine Verbesserung zu erzielen sein.

Eine weitere wichtige wasserwirtschaftliche Aufgabe besteht darin, die absehbaren Veränderungen durch die Folgen des Klimawandels zu mindern. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist frühzeitig zu klären, inwieweit sachgerecht mit ausgeprägten Trockenperioden, häufiger vorkommenden und extremer ausfallenden Starkniederschlägen umgegangen werden kann. Hierzu sind auch in der Wasserwirtschaft Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erforderlich.

„Deshalb ist es auch bei uns sinnvoll, wenn jeder sein eigenes Verhalten überprüft und bewusst, nachhaltig und sparsam mit der Ressource Wasser umgeht“, betont Marten Brodersen. PK | PKU
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