Das Frauenforum im Kreis Unna e.V. nimmt Stellung: "Eine neue Dimension"

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Birgit Unger vom Frauenforum Kreis Unna findet klare Worte zu den Vorkommnissen an Silvester in Köln.

Vorstand und Mitarbeiterinnen des Frauenforums sind entsetzt über die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln, aber auch in bundesweit weiteren Städten.

„Das große Ausmaß sexueller Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof ist besonders schockierend“, so Geschäftsführerin Birgit Unger. „Gewalt gegen Frauen in ihren vielfältigen Erscheinungsformen wie häusliche Gewalt, Vergewaltigung im öffentlichen Raum u.a. gehört zum traurigen Alltag in Deutschland und betrifft alle Nationalitäten. Hier erleben wir jedoch eine neue Dimension sexueller Gewalt als Frauenverachtung, die wir auf das Schärfste verurteilen.“

Helen Menzies-Esskuchen, Mitglied des Vorstands des Frauenforums: „Die Vorkommnisse in Köln sind schwerwiegende Angriffe auf die Gleichberechtigung von Frauen und eine massive Menschenrechtsverletzung, der auf allen Ebenen mit der vollen Härte der Gesetze entgegenzutreten ist. Völlig unabhängig von Herkunft und Nationalität der Täter dürfen derartige Gewalt legitimierende Normen von Männlichkeit nicht toleriert werden.“

Jedes Jahr ersuchen auch im Kreis Unna zwischen 60 und 70 Frauen nach erfahrener sexueller Gewalt Beratung und Unterstützung in der Frauen- und Mädchenberatungsstelle. Birgit Unger macht sich große Sorgen: „Jede Frau, jedes Mädchen, die sexuelle Gewalt erfährt, wird in ihren Grundfesten von Selbstbewusstsein und Sicherheit schwer beschädigt. In der Silvesternacht wurde nun zusätzlich sexuelle Gewalt gegen Frauen zum Symbol der Nichtachtung demokratischer Grundrechte.“
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