Lichtkunst und kein Ende

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Das Häkelschwein macht Lichtkunst
Seit mehr als einem halben Jahr versucht die Verwaltung, uns Bürgern den Schuldenschnitt für das Lichtkunstzentrum unterzujubeln. Zunächst gab es im Rahmen des Haushaltsentwurf die Idee, dem Lichtkunstzentrum ein Kunstwerk für 150.000 Euro abzukaufen. Dumm nur, dass dieses Kunstwerk dem Lichtkunstzentrum von der NRW-Stiftung geschenkt wurde. Dumm auch, dass etliche Bürger gegen diese Ausgabe protestierten und dumm auch noch, dass dieser Ankauf vom Rat abgelehnt wurde.

Dann gab es im Juli den Versuch kurz vor der Sommerpause, die Schuldentilgung im Kulturausschuss durchzuwinken. Auch dieser Versuch scheiterte.

Jetzt Anlauf Nummer 3: Die Stadt will 150.000 Euro für die Schuldentilgung bereitstellen. Moment mal. Im Rahmen der Haushaltsplanung war doch diese Summe schon mal anvisiert. Damals lehnte der Rat die Investition ab. Was ist denn zu diesem Zeitpunkt anders? Fakt ist, dass es einen Kredit für den Bau des Turrell-Werkes gibt, der nicht mit der Stadt abgestimmt wurde. Fakt ist, dass der Rat der Stadt Unna sich immer wieder gegen die Finanzierung des Kunstwerkes ausgesprochen hat. 2011 gab es im Kulturausschuss die Empfehlung, dass die Stadt Unna sich bemühen wollte, Sponsoren zu finden, die diese Summe ausgleichen könnten. Was ist daraus geworden? Zu keiner Zeit gab es im Rat eine Mehrheit dafür, die Schulden des Lichtkunstvereins zu übernehmen.

Als weitere Frage stellt sich, wie diese 150.000 finanziert werden. Nur zur Erinnerung: Die Stadt Unna ist verschuldet und hat gerade eben die Grundsteuer massiv erhöht. Die Feuerwehrleute, die über Jahre unentgeltliche Überstunden abgeleistet haben, werden mit 2500 Euro abgespeist, weil mehr finanziell angeblich nicht drin ist. Aber für die Lichtkunst, das goldene Kalb der Verwaltung und der SPD wird immer noch irgendwo ein Töpfchen gefunden. Macht sich eigentlich irgendeiner der Verantwortlichen klar, wie veralbert sich unsere Feuerwehrleute fühlen müssen?

Ich habe nichts gegen Kunst und Kultur, ich habe auch nichts gegen das Lichtkunstzentrum. Aber ich habe etwas gegen die völlig undurchsichtige Finanzpraxis, die da abläuft. Da darf niemand hinter die Kulissen schauen. Seit März versuchen wir die Rechenschaftsberichtes des Lichtkunstvereins einzusehen. Der Landesdatenschutzbeauftragte hat bereits zweimal die Stadt dazu aufgefordert, sich zu äußern. Aber die Verwaltung hüllt sich in Schweigen, sitzt die Sache einfach aus. Da kommt es bei mir automatisch zu Spekulationen darüber, dass da noch der ein oder andere Hund begraben ist.
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