Schüler des Märkischen Berufskollegs Unna zu Gast bei Hubert Hüppe in Berlin

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Auf Einladung des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe besuchten die Schüler des Märkischen Berufskollegs Unna den Deutschen Bundestag. (Foto: privat)

Auf Einladung des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe besuchten die Schüler des Märkischen Berufskollegs Unna den Deutschen Bundestag. Unter der Leitung von Frauke Dasenbrock und Christopher Schmitt erlebten die jungen Erwachsen ein vielfältiges Programm rund um das Thema „Vielfalt (er)leben“.

Direkt nach dem Besuch der Plenardebatte trafen die angehenden Erzieher und Heilerziehungspfleger den Gesundheitspolitiker. Der Schwerpunkt der Diskussion lag beim Thema Suizidprävention, zu dem Hüppe erst vor Kurzem im Bundestagsplenum gesprochen hatte.

Die Schüler berichteten, dass auch in ihrer Arbeit mit Kranken und Behinderten viel darüber diskutiert wird. „Jeder Suizidversuch und jeder Suizid sind einer zu viel. Vor allem ist es von zentraler Bedeutung, dass das Thema enttabuisiert wird, dass man offen über eine psychische Erkrankung und Selbsttötungsgedanken sprechen kann, ohne negative Reaktionen, Ablehnung und Ausgrenzung befürchten zu müssen. Wir müssen deshalb mehr Aufklärungsarbeit leisten, mit Hilfe von Informationsmaterial, über Internetangebote und über eine verstärkte Telefonseelsorge. Man muss auch bedenken, Suizid ist in jedem Alter ein Thema, deshalb braucht es verschiedene Kanäle, um die Menschen zu erreichen“, so Hüppe.

Diskussion zum Thema Sterbehilfe

Darüber hinaus diskutierten sie über aktive und passive Sterbehilfe in Deutschland und über Gesetzesregelungen in anderen Staaten wie den Niederlanden, der Schweiz oder auch den USA. Auch interessierte es die Schüler, inwieweit Menschen mit Behinderungen in die politische Arbeit eingebunden werden. „Wenn ich eine Veranstaltung zum Thema Inklusion mache, dann sind immer auch Betroffenen auf dem Podium. Sonst macht das für mich keinen Sinn. Zu meiner Zeit als Behindertenbeauftragter der Bundesregierung habe ich mich für die Gründung eines Inklusionsbeirats eingesetzt, der in Fragen der Behindertenpolitik beraten soll. Wer kann besser für seine Interessen eintreten als Selbstvertreter? So ist es in anderen Politikfeldern ja auch“, fasst Hüppe zusammen.

Neben dem Bundestag besuchten die Berufsschüler die Fachstelle Kinderwelten, um mehr über vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung zu erfahren. Beim Besuch des Jüdischen Museums stand die Sensibilisierung für die eigene Identität im Vordergrund. Zudem beschäftigte sich die Gruppe bei dem Verein Sozialhelden e.V. mit dem Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Da aufgrund des straffen Zeitplans und der Abstimmungen im Plenum viele Fragen an Hüppe unbeantwortet blieben, möchten die Schüler ihn für eine Schulstunde nach Unna einladen. Spontan sagte Hüppe zu. „Es hat mir viel Spaß gemacht. Es ist schön zu sehen, wie diese jungen Menschen sich mit Ihrem zukünftigen Beruf auseinandersetzen“, so Hüppe abschließend.
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