Traumberuf "Seniorenbeauftragter" - Robin Rengers engagiert sich in Unna für Ältere

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Die Sprechzeiten des Seniorenbeauftragten Robin Rengers: Ab 8. November jeden Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr im Rathaus Unna, Z. 136 1.OG. Tel. 02303 103643.
Unna: Rathaus Unna |

Mit Robin Rengers arbeitet einer der jüngsten Seniorenbeauftragten Deutschlands in Unna. Der 27-Jährige sieht das als Vorteil, denn der Nachfolger von Dorothee Glaremin im Unnaer Rathaus möchte die Interessen von Alt und Jung verbinden. Quartiersarbeit und die Weiterentwicklung des Demenz-Netzwerkes zählen zu seinen Hauptaufgaben.

"Seniorenbeauftragter" ist kein Ausbildungsberuf. Erfahrungen im Bereich der Altenbetreuung sind wohl sinnvoll für den Aufgabenbereich. Die bringt der aus Marl stammende Robin Rengers mit. Nach dem Abitur leistete er den Zivildienst in einem Altenheim und erkannte bei einer tristen Weihnachtsfeier: „So möchte ich später eher nicht leben.“ Die Berufsrichtung als Altenpfleger sagte ihm nicht zu, den jungen Westfalen interessieren sozialpolitische Theorien, die hinter unserem Pflegesystem stehen.

Bis 2013 studierte er Politikwissenschaften in Duisburg. Seine Abschlussarbeit über Wahlstrategien deutscher Parteien in einer alternden Gesellschaft gibt Aufschluss, ob die Mitgliederstruktur einer Partei Einfluss auf die Wahlprogramme hat. Für ihn war das Anlass, sich intensiver mit dem Thema Alter auseinander zu setzen. In Dortmund machte er den Master mit dem Thema „Alternde Gesellschaften“, worin er sich aus sozialer Perspektive mit dem Alter in unserer Gesellschaft befasst. Wie können ältere Arbeitnehmer länger im Job bleiben und wie hilfreich kann Technik sein - das waren Themen des Studiums.

Am Institut für Gerontologie arbeitete er mit Prof. Gerhard Naegele mit Schwerpunkt Teilhabe der Senioren an der Gesellschaft, bürgerschaftliches Engagement, Bildung und Gesundheit. Im Anschluss befasste sich Rengers einige Monate am Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) in Bochum mit Quartiersthemen. Nach Unna zog ihn auch der Wunsch, in einer mittelgroßen Kommune zu arbeiten. „Das ist nicht so anonym. Hier bin ich nahe am Menschen.“

Hunderte Themen

Seit Arbeitsantritt am 1. September verschafft er sich zunächst einen Überblick über die Verwaltung. „In Unna gibt es gefühlt hunderte Überschneidungen bei Themen für Senioren.“ Besonders in den Wohnschwerpunkten möchte er wissen, "wo der Schuh drückt.“ Was Senioren helfe, das nütze oft auch den Jüngeren.

Er versteht sich als Vermittler. „Und ich nehme die Anliegen ernst.“ Von Freizeitaktivitäten bis zur Wohnraumsicherung reicht das Spektrum des Wegweisers für Senioren und Erwachsene mit Behinderungen, der auch das Arbeitsfeld von Robin Rengers umfasst. An Unna schätzt der Marler, dass viele Einrichtungen für ältere Mitbürger bereits verteilt im Stadtbild vorhanden sind.

Die Sprechzeiten des Seniorenbeauftragten Robin Rengers: Ab 8. November jeden Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr im Rathaus Unna, Zimmer 136, 1.OG. Tel. 02303/103643.
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