Welthospiztag am 10. Oktober – Fred Ape kommt nach Unna

Wann? 10.10.2015 19:00 Uhr

Wo? ZIB, Lindenplatz 1, 59423 Unna DE
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Fred Ape unterstützt die Arbeit der Unnaer Hospizorganisationen und kommt für ein kostenloses Gastspiel vorbei. (Foto: André Noll)
Unna: ZIB |

Am Samstag, 10. Oktober, findet der diesjährige Welthospiztag statt. Unter dem Motto „Hospiz- und Palliativversorgung. Für alle. Überall.“ soll an diesem Tag der Forderung Nachdruck verliehen werden, jedem Menschen eine qualitativ hochwertige palliative und hospizliche Behandlung und Begleitung zur Verfügung zu stellen.

Auch Unnaer Hospiz- und Palliativeinrichtungen werden diesen Tag wieder nutzen, um auf die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen aufmerksam und die Hospizidee einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Am Vormittag des 10. Oktobers werden Vertreter der Hospizstiftung, vom Ambulanten Kinder- und Jugend Hospizdienst, vom Leuchtturm Schwerte (Kinder- und Jugend Trauerarbeit) und vom ambulanten Hospizdienst „Omega - Mit dem Sterben leben“ in Unna auf dem Alten Markt sein, um auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Am Abend wird Fred Ape ab 19 Uhr in der Schwankhalle des zib auf seiner Gitarre heitere und nachdenkliche Lieder rund um das Leben und Sterben präsentieren. Der Eintritt ist frei.

Ziel der Hospizorganisationen ist es, das Thema Tod, Trauer und Sterben immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen und so eine Auseinandersetzung mit diesen Themen zu fördern und zu versuchen, den lähmenden Schrecken zu nehmen, der häufig dazu führt, ausgerechnet hier auszuweichen und Betroffene alleine zu lassen, wo Nähe und Beistand so wichtig wären.

Aktuelle Diskussion um die Sterbehilfe


Der Tag soll dazu anregen, sich mit dieser letzten Lebensphase des Abschiednehmens und der Trauer auseinander zu setzten. Sterbenskranke und Trauenerde brauchen Mitmenschlichkeit und Mitgefühl durch Menschen, die ihnen begegnen. Denn wenn die Möglichkeit besteht, der Trauer Ausdruck zu geben und auf Menschen zu stoßen, die in einer ähnlichen Situation sind, kann der Schmerz der Trauer erträglicher werden und beginnen, sich zu verändern.

In der aktuellen Diskussion in Deutschland über ein Verbot gewerblich organisierter Formen der Beihilfe zum Suizid und die ärztliche Beihilfe zum Suizid wird deutlich, dass es häufig vielfältige Ängste sind, die dazu führen, dass Menschen den Wunsch nach vorzeitiger Beendigung des Lebens äußern. In modernen und aufgeklärten Gesellschaften sind Selbstbestimmung und Autonomie zwar zentrale Werte, das darf aber nicht dazu führen, dass eine Debatte einseitig zugunsten einer auf Leistung hin ausgerichteten Gesellschaft geführt werden darf. Die Akzeptanz von Abhängigkeit und die Bereitschaft, für andere Sorge zu tragen, ist Voraussetzung für jede menschliche Gesellschaft.
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