Aktion "Komm Gurt an" gestartet: Unnaer fahren sicherer als der Bundesdurchschnitt

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Zwei Stunden lang zählten Herbert Hillebrand und Rainer Krause die Autofahrer, die ohne Gurt unterwegs waren. Das Ergebnis: Zwei Prozent fuhren ungesichert. (Foto: ACE)

Zwei Stunden lang zählten Herbert Hillebrand, Vorsitzender des ACE-Kreises Hamm-Unna-Lippetal, und sein Kreisvorstandskollege Rainer Krause Autofahrer, die nicht angeschnallt fuhren. Das Ergebnis: Von 1507 Fahrern, die den Kreisverkehr am Kreishaus befuhren, waren 2,7 Prozent nicht gesichert.

Diese Zahlen überraschten Herbert Hillebrand: Die Unnaer scheinen vernünftiger als die durchschnittlichen Gurtmuffelquote im Land. Acht bis zehn Prozent schnallen sich nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nicht an.

Der Kreisvorsitzende hatte damit gerechnet, dass die Unnaer nicht über dem Durchschnitt liegen. Seit 1984 - in diesem Jahr wurde das Bußgeld eingeführt - liege die Quote der Gurtmuffel in diesem Bereich. „Dennoch Grund genug, die Aktion "Komm Gurt an" aktiv zu unterstützen.

Jeder fünfte stirbt unangeschnallt

Nach ACE-Recherchen war 2014 bundesweit durchschnittlich jeder fünfte Verkehrstote zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt. Und unter diesem Gesichtspunkt ist jeder Gurtmuffel einer zu viel“, zieht Herbert Hillebrand sein Fazit. Rainer Krause ergänzt: „Viele Menschen sind der Meinung, dass ein Airbag im Auto ausreichenden Schutz bietet. Das ist aber ein Trugschluss. Ein Airbag entfaltet seine schützende Wirkung nur im Zusammenspiel mit dem Sicherheitsgurt. Und deshalb kann nicht oft genug auf die lebensrettende Funktion hingewiesen werden.“

Mit der bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne "Komm Gurt an" will der ACE Auto Club Europa mit guten Argumenten dem „Gurtmuffel“ entgegentreten. Er will Autofahrer, die sich oder Kinder im Fahrzeug nicht richtig sichern, zum Nach- und vor allem zum Umdenken bewegen.
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