Kampf dem Schlaganfall – mit gesunder Lebensführung oder operativ

Wann? 10.05.2017 14:00 Uhr bis 10.05.2017 16:00 Uhr

Wo? Alter Markt, Unna DE
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Dr. Johannes Wilde (Chefarzt Gefäßchirurgie), Prof. Dr. Zaza Katsarava (Chefarzt Neurologie) und Dr. Norbert Keck (Chefarzt Interventionelle Radiologie) (v.l.) betrachten die Aufnahme einer verengten Halsschlagader. Die Bade-Ente hält bei der Operation der Patient selbst. (Foto: EK Unna)
Unna: Alter Markt |

Gesunde Gefäße – geringes Schlaganfallrisiko. So einfach ist die Formel. Doch 270.000 Schlaganfälle bundesweit pro Jahr, davon rund 1.500 im Kreis Unna zeigen, dass es um die Gesundheit der Gefäße nicht so gut bestellt ist. Was kann jeder Einzelne tun, um die Gefäße gesund zu erhalten? Und welche Möglichkeiten hat die Medizin, wenn es bereits zu einem Schlaganfall gekommen ist? Anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am Mittwoch, 10. Mai, zeigen die Chefärzte Prof. Dr. Zaza Katsarava (Neurologie) und Dr. Johannes Wilde (Gefäßchirurgie) des Evangelischen Krankenhauses (EK) Unna von 14 bis 16 Uhr auf dem Alten Markt Möglichkeiten der Vorsorge auf.

Wer noch keine Probleme mit Gefäßverengungen hatte, sollte auf die klassischen Faktoren achten: „Viel Bewegung, ausgewogene Ernährung, den Blutdruck im Auge behalten, nicht rauchen“, zählt Zaza Katsarava auf. Hellhörig sollte man werden, wenn Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern auftreten. Diese Vorerkrankungen bergen oft unerkannte Risiken. Ist es bereits zu einem Schlaganfall gekommen und lässt sich durch die genannten Faktoren keine Besserung erzielen, setzen die Ärzte Blutverdünnungsmittel wie z.B. Aspirin oder Marcumar ein.

Liegt jedoch eine regelrechte Verengung beispielsweise der Halsschlagader vor, kommt der Gefäßchirurg zum Einsatz. Operativ entfernt Johannes Wilde Kalk und Fettablagerungen in den Gefäßen. Je nach Schwere der Verengung muss eine Gefäßersatzplastik eingesetzt werden. Die Operation an der Halsschlagader findet unter örtlicher Betäubung statt. „Ich muss mit dem Patienten Kontakt aufnehmen können, muss die sichere Kontrolle über die Funktionsfähigkeit seines Gehirns haben“, erläutert Johannes Wilde. Dafür bekommt der Patient während der rund 60-minütigen OP übrigens einen ungewöhnlichen Begleiter im wahrsten Wortsinn in die Hand: eine Quietsche-Ente. Die muss der Patient immer wieder betätigen, damit dadurch die Gehirnfunktionen überprüft werden können.

Schlaganfall-Prophylaxe

Schlaganfall-Prophylaxe wird am 10. Mai zum bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall groß geschrieben. Erneut macht das Netzwerk „Gemeinsam gegen Schlaganfall“ in der Innenstadt von Unna auf Risiken und Vorbeugungsmöglichkeiten aufmerksam. Im roten London-Bus der Firma Boehringer-Ingelheim können sich die Besucher einem Risiko-Schnelltest unterziehen, Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin messen lassen und die Experten befragen.
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