Prof. Dr. Martina Piefke von der Universität Witten/Herdecke zu Gast im Parkinson Forum Unna e.V.

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Dr. Gerhard Kummer (stellv. Vorsitzender Parkinson Forum Unna e.V. ) Prof. Dr. Martina Piefke (Universität Witten/Herdecke), Dr. Hans Wille (Vorsitzender Parkinson Forum Unna e.V.)
 
Ingrid Wille (Kassenbeauftragte), Dr. Hans Wille (Vorsitzender), Dr. Gerhard Kummer (stellv. Vorsitzender)
Unna: Restaurant Kochto’s | Mittwoch, 09.03.2016 I 15:00 Uhr

Über 70 Teilnehmer bei der Informationsveranstaltung


Das Parkinson Forum Unna e.V. mit ihrem Leitungsteam hat sich  zum Ziel gesetzt, die Lebensumstände von Parkinson-Patienten und deren Partner zu verbessern.
Regelmäßige Treffen zu unterschiedlichen Informationsveranstaltungen mit anerkannten Fachleuten gehören zum Programm.


Prof. Dr. Martina Piefke von der Universität Witten/Herdecke
ist die Inhaberin des Lehrstuhls für Neurobiologie und Genetik des Verhaltens. Sie berichtete aus ihrer neuropsychologische Langzeitstudie über den Verlauf von Veränderungen der mentalen Fähigkeiten bei Parkinson-Patienten. Diese Studie ist zunächst für den Zeitraum von 5 Jahren mit 100 Parkinson-Patienten und 100 gesunden Vergleichspersonen angelegt.

Es ist bekannt, dass die Parkinsonsche Erkrankung
zu motorischen und kognitiven Beeinträchtigungen führt. Ob bestimmte kognitive Defizite zu unterschiedlichen klinischen Symptomen der Parkinson‘schen Erkrankung zugeordnet werden können, ist derzeit jedoch nicht bekannt. Ebenso gibt es bislang keine Langzeitstudien über die Entwicklung mentaler Beeinträchtigungen und deren Beeinflussung durch die Medikation bei Patienten mit unterschiedlichen Symptomen der Parkinson‘schen Erkrankung. 

Eine Zunahme motorischer und kognitiver Beeinträchtigungen
hat Auswirkungen auf viele Lebensbereiche, die im Hinblick auf das Alltagsleben und die Gesundheitsversorgung eine Schlüsselrolle spielen. Stark betroffen sind u.a. die Alltagsgestaltung mit den dazugehörigen sozialen und beruflichen Aktivitäten sowie das Angewiesen sein auf Unterstützungs- und Versorgungsleistungen. Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, die Behandlung und Versorgung von Patienten, die von der Parkinson’schen Erkrankung betroffen sind, zukünftig zu verbessern und insbesondere für jeden Patient individuell zu optimieren. Die Studienteilnehmer leisten daher einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung individuell angepasster Behandlungs- und Versorgungsansätze für Patienten mit Morbus Parkinson. 

Mehrere Mitglieder der Parkinson Selbsthilfegruppe Unna e.V.
haben sich bereits für die Teilnahme an dem Forschungsprojekt angemeldet, einige haben inzwischen an einer Untersuchung teilgenommen. Die Rückmeldungen nach den ersten Untersuchungen waren  ausgesprochen positiv, so  Frau Prof. Dr. Martina Piefke.

Die Teilnehmer werden alle 6 Monate
in einer 2,5 bis 3 -stündigen Sitzung sorgfältig neuropsychologisch untersucht. Zwischen den Untersuchungsterminen wird auf Wunsch ein individuell angepasstes neuropsychologisches Training angeboten. Solche Untersuchungen und Interventionen kann das deutsche Gesundheitssystem derzeit in dieser Form nicht leisten. Schon aus diesem Grund ist die Beteiligung an der Studie für alle Parkinson-Patienten, aber auch für gesunde Menschen hoch interessant. 

Zum Leitungsteam des Parkinson Forums Unna e.V. gehören
Dr. Hans Wille (Vorsitzender), Ingrid Wille (Kassenbeauftragte), Jürgen Korvin (Schriftführer) , Marianne Ihne (Parkinson Telefon) Dr. Gerhard Kummer (stellv. Vorsitzender)

Zur Internetseite
» Parkinson Forum Unna e.V.

Fotos © Jürgen Thoms
11.03.16 19:09:02
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2 Kommentare
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Helmut Zabel aus Herne | 13.03.2016 | 15:16  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 14.03.2016 | 16:10  
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