Sicherheit zuerst

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Wenig Aufwand, aber lebensrettende Wirkung: Zwar ist die Anbringung von Rauchmeldern kinderleicht, trotzdem liegt die Quote der Rauchmelder-Haushalte in NRW bei unter 25 Prozent.
Kreis Unna. Der Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen soll ab dem 1. April 2013 gesetzlich vorgeschrieben werden. Dabei sollen Mieter oder selbstnutzende Eigentümer für die Installation und Wartung verantwortlich sein.

„Eine gesetzliche Regelung wird niemanden überfordern“, meint NRW-Bauminister Harry K. Voigts­berger. Für Wohnungen im Bestand will der Gesetzgeber eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2016 festlegen.
In NRW liegt die Quote der Rauchmelder-Haushalte in NRW seit langem bei unter 25 Prozent. Trotz aller Aufklärungskampagnen vor allem der Feuerwehren konnte keine flächendeckende Installation von Rauchwarnmeldern erreicht werden. Dabei beweisen die Zahlen aus anderen Bundesländern, dass eine gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht die Ausstattungsquote schätzungsweise vervierfacht und gleichzeitig die Zahl der Brandtoten merklich reduziert.
Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann begrüßt die vom Land geplante Rauchermelderpflicht: „Rauchmelder sind eine kostengünstige Lebensversicherung. Sie arbeiten wie eine feine Nase, schlafen aber nicht.“
Peukmann freut sich, dass die Landesregierung mit der Einführung der Rauchmeldepflicht einer langjährigen Forderung der Feuerwehren Rechnung trägt, denn: „In den eigenen vier Wänden gibt es eine Vielzahl von möglichen Brandquellen.“ Die Gefahrenstellen reichten von der Küche über Feuer- und Heizstellen, Spraydosen, leicht brennbaren Materialien und Flüssigkeiten bis hin zur Unachtsamkeit beim Rauchen. „Besonders gefährlich dabei sind Schwelbrände, die unentdeckt giftigen Brandrauch produzieren und so zur tödlichen Gefahr werden.“
Nach Angaben des Landes gab es im letzten Jahr rund 12.600 Gebäudebrände. Allein in der ersten Jahreshälfte 2012 kamen nach Mitteilung des Landes 40 Menschen bei einem Brand in der Wohnung ums Leben. Im Kreis Unna gab es nach Auskunft der Rettungsleitstelle über 250 Alarmierungen wegen eines Gebäudebrandes.
Mit gutem Beispiel voran gegangen ist in Unna bereits die UKBS. Alle seine rund 2.800 Wohnungen, darunter 1.172 in der Stadt Unna, wurden mit Rauchwarnmeldern ausgestattet.
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