Sydney für Anfänger

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Anflug auf Hongkong
 
Zwischenstopp in Hongkong

Wer zum ersten Mal nach Down Under kommt, dem fallen zunächst zwei Dinge auf: 1. In Australien ist alles viel größer als in Deutschland - Häuser, Autos, Milchtüten (1,5 l Kanister), Saftflaschen (5 l Kanister), Pfannkuchen und sogar die Blaubeeren auf dem Pfannkuchen.
2. Es ist alles viel sauberer. Kein Müll auf Straßen und Gehsteigen, kein Müll und kein Graffiti auf Bahnhöfen und in Zügen, nicht mal festgetretene Kaugummis auf den Treppen. Durchsagen in den Zügen und Plakate in den Bahnhöfen weisen darauf hin, dass es überall Mülleimer gibt, die auch bitte benutzt werden sollen.

Anreise

Wählen Sie am besten den Frühling für Ihre Reise, also den Herbst in Australien. Die Temperaturen liegen dann zwischen 20 und 25 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist gut auszuhalten, es gibt nur gelegentlich etwas Regen.
Mindestens 22 Flugstunden und einen Zwischenstopp müssen Sie einplanen. Der Zeitunterschied von 8 Stunden ist besser zu verkraften, wenn Sie für den Hinflug die Mittagszeit und für den Rückflug den späten Abend (Ortszeit Sydney) wählen. Tipp: Fliegen Sie über Hongkong. Dort müssen Sie sich als Transitreisender nicht erneut einem Security Check unterziehen, was Ihnen viel Zeit und einiges an Nerven erspart.

Der Kingsford Smith International Airport liegt nur 8 km von Sydneys Zentrum entfernt. Mit der Linie T2 sind sie innerhalb von 5 Minuten in der Stadt. Auch in entfernte Vororte brauchen Sie nicht mehr als 50 Minuten.

Achtung: In Australien gilt Linksverkehr. Das betrifft auch Fußgänger, z.B. auf Rolltreppen und Treppen. Wenn Sie das berücksichtigen, fallen Sie nicht gleich als Tourist auf!

Öffentlicher Nahverkehr

Mit dem Zug sind Sie in der Regel schneller an Ihrem Ziel als mit dem Auto. Besorgen Sie sich als erstes eine Opal Card. Mit dieser wieder aufladbaren Karte können Sie das gesamte Verkehrsnetz nutzen, inklusive Busse und Fähren. Sie müssen nur daran denken, beim Betreten sowie beim Verlassen eines Verkehrsmittels die Karte vor den Scanner zu halten. Dieses System nennt sich Tap on - Tap off.
Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sich zurechtzufinden, so gibt es an jedem Bahnhof Personal, das Ihnen gern behilflich ist. Auch Passanten, nicht nur auf Bahnhöfen, sind freundlich, höflich und hilfsbereit.
Unterwegs begegnen Sie Geschäftsleuten im Anzug mit Skateboard oder Surfbrett, braungebrannten Surfern, barfuß und in bunten Hemden, Asiaten, die im Zug Sushi-to-go essen, auf das sie aus winzigen Behältern Soße tropfen - das Leben in Sydney ist bunt.
Noch eine Besonderheit: In den meisten Zügen können Sie mit einem einfachen Handgriff Sitze oder ganze Sitzreihen umklappen, sodass sie in Fahrtrichtung sitzen.

Sehenswürdigkeiten

Auch wenn Sie nur für kurze Zeit in Sydney sind - die Harbour Bridge, das Opernhaus, der Hafen, The Rocks (das älteste Stadtviertel von Sydney), Manly sowie Bondi Beach sind Pflichtprogramm für Touristen. Als Kunstliebhaber dürfen Sie das Museum of Contemporary Art auf keinen Fall verpassen. Der Eintritt in die Dauerausstellungen ist kostenlos, Eintritt zahlen Sie nur für Zusatzausstellungen. Erholen Sie sich anschließend in dem Café im vierten Stock. Von dort aus haben Sie einen herrlichen Blick auf das Opernhaus.

Die Harbour Bridge ist aus jeder Perspektive spektakulär, ob Sie mit dem Bus oder Zug darüber fahren, mit dem Schiff drunter her oder ob Sie sie von verschiedenen Stellen in der Stadt betrachten. Für besonders Mutige gibt es Klettertouren über die Brücke.

Das Sydney Opera House gehört zum Weltkulturerbe. Seine Farbe verdankt es weißen Keramikfliesen aus Schweden. Achtung: Tragen Sie bei einer Besichtigung bequeme Schuhe - es gibt über 200 Treppenstufen.

Manly, ein beliebtes Ausflugsziel, erreichen Sie mit der Fähre in 25 Minuten. Wenn Sie die Rückfahrt zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr antreten, können Sie den Sonnenuntergang bewundern. Seien Sie früh am Anleger und sichern Sie sich gleich beim Einsteigen einen Stehplatz an der Reling. Andernfalls sehen Sie nur fotografierende Touristen!

Der berühmte Bondi Beach ist mit Zug und Bus in 30-40 Minuten vom Stadtzentrum aus gut zu erreichen. Packen Sie unbedingt Sonnenschutz ein. Und probieren Sie die Fish & Chips mit hausgemachter Tartar Sauce (eine Art Remoulade). Sie schmecken hier noch besser als in der Stadt.

Lebensmittel einkaufen

Einen "Coles" (lokale Supermarktkette) finden Sie überall, auch in den Vororten. Das Sortiment ist riesig: von Obst und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchten über Bücher, Zeitschriften, CDs und Drogerieartikel bis hin zu Kleidung und Kaffeemaschinen finden Sie hier alles, was das Herz begehrt.
Hackbällchen aus Känguruh Fleisch und Curry aus Krokodilfleisch zählen zu den Spezialitäten.
In Sydneys Konditoreien finden Sie Kuchenspezialitäten aller Art. Die Kalorienzahl steht praktischerweise gleich neben dem Preis.

Besonderheiten

Australier interessieren sich für alles und jeden. Die Frage "And how are you?" ist ernst gemeint. Fällt Ihre Antwort negativ aus, müssen Sie sich auf ein längeres Gespräch einstellen.
In öffentlichen Gebäuden ist es durchaus üblich, während man gemeinsam auf den Fahrstuhl wartet, jemanden zu fragen, was er denn heute Leckeres in seiner Lunchbox hat. Da staunt der Tourist!

Fazit

Sydney ist eine großartige Stadt. Das Leben hier erscheint freundlich, locker und unkompliziert. "No worries" (mach Dir keine Sorgen) ist ein Ausdruck, den man sehr oft hört.

Stellen Sie sich auf eine sehr lange Anreise ein, planen Sie ein wenig Zeit ein, um sich an die Zeitumstellung, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, freuen Sie sich auf freundliche Menschen und zahlreiche Superlative in dieser Stadt.
Aber vor allem: Genießen Sie die Sonne! Leider ist es im australischen Herbst um 18 Uhr schon stockdunkel. Aber immerhin hat der Tag mindestens 10 Sonnenstunden. Und hier sind Sonnenstunden tatsächlich Sonnenstunden: Blauer Himmel, vereinzelte Wolken, strahlender Sonnenschein.
No worries!
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6 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 18.10.2016 | 15:52  
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Gitte Hedderich aus Herten | 18.10.2016 | 16:19  
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Jürgen Hedderich aus Herten | 18.10.2016 | 20:09  
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Anja Schmitz aus Essen-Süd | 18.10.2016 | 22:03  
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Ellen Heidböhmer aus Unna | 02.11.2016 | 17:37  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 07.11.2016 | 07:01  
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