Tipps der Umweltzentrale: So bringen Sie Ihre Haushaltskasse auf Sparkurs

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Die Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale NRW in Unna, Martina Bahde und Karin Baumann (v.l.), geben wertvolle Tipps zur Haushaltskasse. (Foto: Archiv)

Das alltägliche Leben wird für viele Bürgerinnen und Bürger stetig teurer – steigende Strom- und Gaspreise, stattlicher Anteil an Benzinkosten, aber auch die Anhebung von Lebenshaltungskosten belasten viele private Haushaltskassen. Ein gutes Finanzmanagement ist daher unumgänglich. Einige einfache Tipps Umweltberatung in Unna helfen dabei, das eigene Budget nicht überzustrapazieren.

1.Stromanbieterwechsel:
Die Suche nach Produkt- und Tarifalternativen auf dem Energiemarkt kann sich lohnen! Kunden haben bei angekündigten Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht. Durch den Wechsel in einen günstigeren Tarif oder zu einem günstigeren Anbieter lässt sich sparen. Um das individuell günstigste Angebot zu finden, ist der eigene Stromverbrauch pro Jahr eine wichtige Größe zum Vergleich. Je kürzer die Vertragsbindung, umso flexibler kann der Stromkunde auf Preisänderungen reagieren.

2. Versicherungsschutz:
Auch die Vorsorge für Schadensfälle gehört auf den Prüfstand, denn viele Policen sind überflüssig, passen nicht zum persönlichen Bedarf oder sind zu teuer. Der Versicherungsschutz sollte nach dem GAU-Prinzip aufgebaut werden, das heißt, der „größte anzunehmende Unfall“ ist in jedem Fall abzusichern. Ein Muss ist die private Haftpflichtversicherung; auch die Risiken Tod und Invalidität sollten abgesichert sein. Verzichtet werden kann auf Policen, die keine Existenz bedrohenden Schäden versichern.

3. Mobilitätserhalt:
Kosten für Sprit und den Unterhalt des eigenen Autos kann man mit Fahrgemeinschaften, dem Umstieg aufs Fahrrad sowie auf Bus und Bahn einiges an Fahrt nehmen. Aber auch Car-Sharing ist für viele ein geeignetes Modell, um die Fixkosten beim Auto auf viele Köpfe zu verteilen und so ohne Mobilitätsverlust ans Ziel zu kommen.

4. Sichere Geldanlage:
Trotz derzeit niedriger Zinsen – jedes geliehene Darlehen hat seinen Preis! Nicht nur ein aufgenommener Kredit muss abgestottert werden, sondern zusätzlich werden auch noch Zinsen und Gebühren fällig. Auch der Kauf von Aktien oder eine Geldanlage mit dem Versprechen hoher Renditen sind für Laien auf dem Finanzsektor oftmals mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Eine bessere Variante ist deshalb meist nicht der Griff zum schnellen Geld oder das Setzen auf steigende Kurse, sondern das rechtzeitige Vorsparen. Bevor es an eine Kreditaufnahme geht, sollte man prüfen, ob die eigene Haushaltskasse eine monatliche Ratenbelastung überhaupt verkraftet oder ob man für eine Geldanlage noch einen zusätzlichen Betrag zur Verfügung hat. Außerdem sollte man Kreditvermittler und selbst ernannte Finanzberater meiden.

5. Haushaltsbuch führen:
Weitere Hilfestellungen für den persönlichen Sparkurs im Haushalt gibt „Das Haushaltsbuch“ der Verbraucherzentrale NRW. Der Ratgeber bietet zwölf Monatsübersichten zum Eintragen und Festhalten der Einnahmen, der festen Ausgaben und des finanziellen Spielraums, 54 Wochenüber­sichten fürs Notieren der täglichen Ausgaben sowie eine Jahresübersicht für die Gesamtbilanz. Das Buch ist bei den Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale NRW, Rathausplatz 21, erhältlich, dienstags und freitags von 9.30 bis 13.30 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr.
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