Denis Schmitz aus Unna trainiert im Rennrollstuhl-Team „Rio ruft!“

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Denis Schmitz (1.v.l.) ist höchst konzentriert beim Rennrollstuhl-Starttraining im Bundesleistungszentrum in Kienbaum. (Foto: privat)

Unna. Die deutsche Sport­elite staunte, als 13 der 15 Nachwuchs-Rennrollstuhlfahrer vom Team „Rio ruft!“ Quartier im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin, einem Trainingszentrum für Spitzensportler, bezogen. Darunter war auch der 21-jährige Denis Schmitz aus Unna.

Bei den jungen Sportlern handelt es sich um das Nachwuchs-Team des Deutschen Rollstuhlsportverbandes (DRS), das sich Mitte Juli zusammengefunden hat, um beim Leistungslehrgang gemeinsam für ein großes Ziel zu trainieren: In drei Jahren wollen sie in Rio de Janeiro bei den Paralympischen Sommerspielen antreten.

Die meisten Team-Mitglieder sind Einzelkämpfer und trainieren verteilt über ganz Deutschland. Durch das Projekt „Rio ruft!“ können die Sportler im Alter von 9 bis 25 Jahren ihrem individuellen Leistungsvermögen entsprechend trainieren und zugleich von der Gruppendynamik profitieren. Auch wenn Rio bereits leise aus dem Hintergrund zu rufen beginnt: Die Jugendlichen sollen durch das Projekt Teamgeist entwickeln und lernen, mit den Höhen und Tiefen des Leistungssports richtig umgehen zu können.

Gold-Betreuer Köberle

Begleitet werden die Jugendlichen von dem selbst im Rollstuhl sitzenden Heinrich „Heini“ Köberle und dessen Frau Gudrun. Bei insgesamt fünf Paralympischen Spielen von 1984 bis 2000, von Stoke Mandeville bis Sydney, gewann Köberle vier Goldmedaillen. In Sydney beendete er seine internationale Marathonkarriere mit der Silbermedaille. Am 24. September 1995 fuhr er in der Kategorie T51 beim Berlin-Marathon Weltbestzeit und ist bis heute ungeschlagen.
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