Königsborner Eishockey-Bulldogs zittern sich in Herne zum Sieg: 4:3 nach Verlängerung

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Mit Konstantin Firsanov hat der KJEC einen weiteren Stürmer verpflichtet. (Foto: privat)

Nach dem 6:4-Heimsieg gegen die Hammer Eisbären konnten die Bulldogs am Sonntag, 24. November 2013, in Herne ihren nächsten Sieg einfahren. Nach Verlängerung gewann der KJEC mit 4:3.

Dabei sah es zunächst nach einem deutlichen Sieg für Königsborn aus: In der 10. Minute traf Sven Linda in doppelter Überzahl mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:0.

Im zweiten Drittel erhöhte Pierre Wex auf 2:0 und in der 37. Minute erhöhte Martin Filo nach einem schönen Konter in Unterzahl sogar auf 3:0. Doch nachdem Bulldogs-Verteidiger Patrick Raaf-Effertz aus dem Nichts heraus nach einem angeblichen hohen Stock mit Verletzungsfolge in der 39. Minute mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche geschickt wurde, verkürzten die Herner in der 40. Minute durch Tobias Stolikowski auf 3:1.

Im letzen Spieldrittel wurde es dann spannend: Erst brachte Jakub Rumpel den Herner EV durch einen Penalty auf 3:2 heran (56.), nur eine Minute später gelang dem Heimteam durch Michél Ackers der Ausgleich zum 3:3.
Also musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Für diese sorgte Bulldogs-Stürmer Martin Filo, der in der 64. Minute zum Siegtreffer für die Königsborner traf.

Bulldogs-Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges zum Spiel: "Unter regulären Umständen hätten wir alle drei Punkte mit nach Hause nehmen müssen. Das Spiel fand unter gleicher Hauptschiedsrichter-Leitung wie am Freitag statt und nach unserem 3:0 brach eine Strafenflut über uns hinein, die wie schon am Freitag absolut nicht nachvollziehbar ist. Am Freitag war es niemals eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Kevin Thau und heute ist deutlich auf Video zu sehen, dass der Herner Spieler den Puck ins Gesicht bekommen hat und nicht den Schläger von Patrik Raaf-Effertz."

Konstantin Firsanov verstärkt Bulldogs-Angriff

Die Bulldogs haben auf die jüngsten Abgänge reagiert und mit Konstantin Firsanov einen weiteren Stürmer verpflichtet.

Der 31-jährige Deutsch-Russe spielte bis zur Saison 2001/02 bei seinem russischen Heimatverein Dynamo Energia Yekaterinburg und wechselte anschließend nach Deutschland zum SC Riessersee. Durch seine guten Leistungen in Garmisch-Partenkirchen wurde der DEL-Club Nürnberg Ice Tigers auf den Stürmer aufmerksam und verpflichtete ihn. Nach zwei Jahren in Nürnberg spielte Firsanov auch eine Saison für das DEL-Team der Augsburger Panther. In der Saison 2005/06 wechselte der Deutsch-Russe in die zweite Bundesliga, wo er unter anderem für Crimmitschau, Heilbronn, Rosenheim, Bremerhaven, Schwenningen und Dresden 244 Spiele und 91 Punkte verbuchen konnte. In den letzten beiden Jahren verschlug es Firsanov zu den Oberligisten Ratingen, Bad Tölz und Bad Nauheim.

Bereits in der Vorbereitung hat Konstantin Firsanov ein Try-out bei den Bulldogs absolviert und beim Turnier im niederländischen Tilburg teilgenommen. Nun wurden sich beide Parteien endlich über einen Vertrag einig, so dass der 31-jährige fortan für hoffentlich mehr Tore bei den Königsbornern sorgen wird.

Chef-Trainer und Sport-Manager Frank Gentges: „Mit Konstantin Firsanov konnten wir endlich einen neuen Stürmer verpflichten. Er hatte diese Saison noch keinen neuen Verein gefunden und muss sich jetzt beweisen. Somit haben wir die die Mindestsollstärke von 12 Stürmern zwar immer noch nicht, aber wenigstens schon mal 10 Stürmer. Pierre Wex wird dagegen hauptsächlich nur noch in der Verteidigung eingesetzt, da er dort den wesentlich besseren Eindruck macht. Von Konstantin Firsanov erwarte ich mir für die Offensive mehr Durchschlagskraft und Finalität, sowie läuferische und körperliche Präsenz, alles Dinge, von denen wir viel zu wenig haben.“
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