Vor 50 Jahren zog Giacomo Pilo aus Italien nach Rünthe

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Wenn Giacomo Pilo durch Rünthe geht, begegnen ihm viele Freunde und Bekannte. Der sportliche Rentner mit der freundlichen und lebensfrohen Ausstrahlung ist bei vielen Rünthener Bürgern beliebt. Als Übungsleiter hat er viele schon als Kinder trainiert und später deren Kinder.

Der ehemalige Gastarbeiter ist in seiner neuen Heimat Rünthe zuhause. Alles fing vor 50 Jahren an, als Giacomo Pilo als 19-jähriger am 23. März 1963 nach Rünthe kam. Sein Heimatarbeitsamt hatte den in Padru auf Sardinien Geborenen in die Fleischerei Schüngel in das ferne Rünthe vermittelt. Bereits in der Jugend begeisterte er sich schon für den Sport und trainierte für die Mittelstrecken in der Leichtathletik. So war es nur folgerichtig, dass er über den Sport den Anschluss an die heimische Bevölkerung in Rünthe fand. Zunächst spielte er beim SuS Rünthe Fußball und boxte später in VfK Rünthe. Seine Liebe zur Leichtathletik zog ihn nachfolgend nach Heeren-Werve, weil es in Rünthe noch keinen Leichtathletikverein gab.

Das änderte sich 1977 als er als Gründungsmitglied zusammen mit anderen Sportbegeisterten den TLV Rünthe aus der Taufe hob. Als einziger ausgebildeter Übungsleiter trainierte er zunächst alle Gruppen des noch jungen Vereins und erwarb im Laufe der Jahre noch die B-Trainer-Lizenz. Neben seiner Übungsleitertätigkeit startete er noch bei Läufen über 100 Kilometer und bei diversen Marathons und erzielte über die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke mit einer persönlichen Bestzeit von 3:12 Stunden ein sehr gutes Ergebnis.

Besondere Verdienste hat sich Giacomo Pilo bei der Förderung des Leichtathletiknachwuchses im TLV Rünthe erworben. Seit dem Jahr 2004 ist er Rentner. Der lebenslange Sport hat ihn aber jung und fit gehalten. Sein Schwerpunkt liegt heute beim Power-Walking, bei dem er bei Veranstaltungen in der Region auch schon sehr gute Ergebnisse erzielt hat. Zudem engagiert er sich als Betreuer in der Walkinggruppe des TLV Rünthe.

Für seine herausragenden ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er mit der Ehrennadel der Stadt Bergkamen und der Silber- und der Goldnadel des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen ausgezeichnet.

Neben dem Sport interessiert er sich für ferne Länder und fremde Sprachen. Italien, Sardinien, Spanien, die Türkei und die türkische Sprache haben es ihm besonders angetan. Rünthe ist seine Heimat geworden, ohne seine Herkunft zu leugnen. Die neuen Medien überwinden nun Kilometer und Jahre. Über das soziale Netzwerk Facebook hat er wieder Kontakt zu Schulfreunden gefunden.
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