Aus alt wurde ganz neu: Förderverein macht neues Palliativzentrum möglich

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850.000 Euro hat das Katharinen-Hospital in eine neue Palliativstation investiert. Allein 500.000 Euro übernahm der Förderverein. Geschäftsführer Christian Larisch (v. l.), Architekt Timo Saß, Dr. Heinrich Gabriel, Dr. Martin Kelbel und Gerhard Balster stellten die Räume jetzt vor. (Foto: Böinghoff)
Unna: Katharinenhospital |

Gedeckte warme Farben, angenehmes Licht, ein geräumiges Bad – in der neuen Palliativstation am Katharinen-Hospital erinnert nichts mehr an die alten Krankenzimmer, in denen die Patienten bis vor einem halben Jahr untergebracht waren.

„Wir haben hier nach neuesten Standards und vor allem in enger Zusammenarbeit mit den hier Arbeitenden eine ganz neue Atmosphäre geschaffen“, findet auch Architekt Timo Saß, der zusammen mit René Hagenkötter für die baulichen Veränderungen verantwortlich zeichnet.

Das Team des Palliativzentrums hatte großes Mitspracherecht, Qualität und Design der Materialien aber auch die Zimmeraufteilung wurden eng miteinander abgestimmt. So gibt es nun ein zentrales Pflegedienstzimmer, das einen guten „Ausblick“ auf die Zimmer bietet. Auch die großen Badezimmer mit bodentiefer Dusche und mit Rollstuhl unterfahrbaren Waschtischen standen auf der „Wunschliste“ der engagierten Mitarbeiter. Dazu kommen unter anderem ein „Wohnzimmer“, eine Wohnküche und ein Esszimmer.

„Wir haben damit auch an die Angehörigen gedacht, die Rückzugsräume für sich benötigen“, erklärt Geschäftsführer Christian Larisch. Die Einrichtung der Zimmer ist wohnlicher als in den üblichen Krankenzimmern. „Hier werden Menschen versorgt, für die die medizinische Behandlung abgeschlossen ist“, erklärt der Geschäftsführer. So gibt es in den Zimmern zwar Anschlüsse für Versorgungsgeräte, die liegen jedoch versteckt hinter Paneelen oder kleinen Türchen.

„Wir haben einfach gespart.“


Dass es das Palliativzentrum am Katharinen-Hospital überhaupt gibt, hat man dem engagierten „Verein zur Förderung des Gesundheitswesens am Katharinen-Hospital“ zu verdanken – und damit durchaus auch den hervorragenden Ruf, den Unna als Standort der Palliativmedizin dadurch erworben hat.

Bereits vor 17 Jahren gründete sich der Verein unter anderem, um die Palliativstation zu ermöglichen. Schon damals gab es dafür nämlich keine Förderung. Ein Manko, das bis heute geblieben ist. Auch die neue Palliativstation musste finanziell ohne Unterstützung vom Land gestemmt werden. „Umso dankbarer sind wir dem Förderverein, der es tatsächlich geschafft hat, mehr als die Hälfte der Baukosten zu finanzieren,“ geht Christian Larischs Dank an den rührigen Verein. Das Geheimnis des Erfolgs? „Wir haben einfach gespart“, zeigt sich Fördervereinsvorsitzender Dr. Heinrich Gabriel bescheiden.
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