Seepferde Unna nehmen den "Tatort Gewässer" unter die Lupe

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Markus Dettmar und Andreas Plachky von den seepferden Unna bei der Probenentnahme am Sorpesee (Foto: privat)

Der Tauchsportverein Seepferde Unna hat das bundesweite Projekt „Tatort Gewässer“ unterstützt.

Am Möhnesee, Sorpesee und Hennesee wurden im Rahmen von tauchsportlichen Aktivitäten Wasser- und Sedimentproben genommen. Diese Proben sollen flächendeckende Erkenntnisse bringen, ob unsere Gewässer klimarelevantes Kohlenstoffdioxid speichern oder ausatmen und welche Mikroorganismen daran beteiligt sind.

Über die Proben und Messungen wird die Konzentration von klimarelevantem CO2 im Wasser und die Art der Mikroorganismen bestimmt. Darüber hinaus sollen Fragen wie „Was passiert, wenn nachts dauerhaft künstliches Licht auf ein Gewässer fällt und wie wirkt sich das auf CO2, Bakterien und Algen im Gewässer aus?“ beantwortet werden.

Das Projekt wurde durch das Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin initiiert.

Hintergrund:


Die Konzentrationen von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre hat sich in den letzten 200 Jahren um das 1,fache erhöht.

CO2 wird auch als Treibhausgas bezeichnet, da es wie die Scheiben des Treibhauses die Erde erwärmt und ist als ein Hauptakteur mit für den Klimawandel verantwortlich.

Etwa 2,9 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr werden über Erosionen, Regen und weitere Prozesse in die Gewässer aus den terrestrischen Regionen getragen. 1/5 des Kohlenstoffes wird in den Gewässersedimenten gespeichert. 1/3 des eingetragenen Kohlenstoffes gelangt in die Ozeane und wird dort weiter umgesetzt.

Die Hälfte des landwärts eingetragenen Kohlenstoffes in die Binnengewässer wird durch den mikrobiellen Umsatz zu CO2 umgewandelt und kann als Treibhausgas ausgestoßen werden. Licht, Mikroorganismen und ihre Zusammensetzung können die Umsetzung und Emission von CO2 verändern.
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