Audioguide erklärt die Grundsteinkisten

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Zur Vorstellung des Audioguides gab es Grundsteinkisten aus Kuchen (von links): Achim Peter von Wecom, Ralph Güther und Ilsemarie Buschmann (beide Kunsthaus Langenberg), Sprecherin Iris Zachert und Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Freitag. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Bürgerhaus |

Kunsthaus Langenberg bringt die Kunst zum klingen

Auf über 400 Grundsteinkisten haben namhafte Künstler einen Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst abgeliefert. Maler, Bildhauer und Fotografen folgten 1994 der Einladung des Kunsthauses Langenberg, das Triptychon, bestehend aus drei Kalksandsteinen in einer Holzkiste, künstlerisch zu bearbeiten.

Ursprünglich wollte der im vergangenen Jahr verstorbene Kunsthaus-Vorsitzende Norbert Bauer mit dem Verkauf der Kisten den finanziellen Grundstein für den Verein Kunsthaus Langenberg legen, doch dann wurde schnell klar, dass diese einmalige Sammlung nicht auseinander gerissen werden darf. Über viele Zwischenstationen fand die schwergewichtige Kunst im sanierten Historischen Bürgerhaus in Langenberg ihren angemessenen Platz. Die Aktiven des Vereins haben sechseinhalb Tonnen Kunst im Wandelgang liebevoll arrangiert. Man kann sich setzen, die Werke auf sich wirken lassen, einige dürfen sogar in die Hand genommen werden.

Und jetzt macht die Besichtigung der Kunstkisten sogar noch mehr Spaß: Mit einem Audioguide lassen sich Informationen zu allen 406 Objekten abrufen. „Jede Kiste hat eine Nummer, die tippt man ein, und schon läuft auf dem Kopfhörer die Erläuterung zu dem Künstler und seinem Werk“, erklärt Ralph Güther vom Alldie-Kunsthaus Langenberg.
Interessierter Nutzer bei der offiziellen Vorstellung des Audioguide ist Stefan Freitag, Geschäftsführer des Stadtwerke Velbert. Das Unternehmen hat dem Verein zehn Tablets mit Kopfhörern zur Verfügung gestellt. Für entsprechende Software hatte Achim Peter von Wecom gesorgt. In wochenlanger Arbeit sprach die Hörfunkjournalistin Iris Zachert die Texte ein.

Kinder sollen für die Kunst begeistert werden

Um die Kinder für die Kunst zu begeistern, wurden einige, leichte Grundsteinkisten entwickelt. „Statt der Kalksandsteine haben wir Holzklötze genommen, das wäre sonst für Mädchen und Jungen der dritten und vierten Schuljahre zu schwer“, erklärt Brigitt Haak. Dazu hat das Kunsthaus sich ein weiteres Projekt vorgenommen, von dem man sich weltweite Beachtung erhofft. „Wir haben den Plan, Klangbilder einer Ausstellung erschaffen zu lassen“, kündigt Ralph Güther an. Komponisten sollen sich eine Kisten aussuchen und dazu ein entsprechendes Musikstück entwickeln. „Wir stehen nicht nur mit regionalen Tonkünstlern in Kontakt, sondern auch mit der Musikhochschule Köln.“ Da man dort weltweit vernetzt ist, hofft man auf eine entsprechend große Resonanz.
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