Bleibt er der Rebell?

Mike Raschke (Rechts) in seiner Rolle als Leo im Musical „Limit“. (Foto: Foto: Ulrich Bangert)
Das Musical „Limit“ der Musik- und Kunstschule Velbert feierte am vergangenen Wochenende Premiere. Stadtanzeiger-Praktikantin Kira Küpper sprach mit Mike Raschke (16), der in einer Hauptrolle als Rebell Leo auf der Bühne zu sehen ist.

Kira Küpper: Mike, du hast gesagt, nach einiger Zeit warst du voll und ganz in der Rolle des Leo. Glaubst du, du wirst jetzt auch so wie er in Zukunft?

Mike Raschke: Nein, ich konnte mich zwar nach und nach mit der Rolle identifizieren, jedoch ist Leo das komplette Gegenteil von mir. Er ist meiner Meinung nach eher ein ‚Macho‘ und ich wäre auch die Situationen ganz anders angegangen und hätte sie anders gelöst.

Kira Küpper: Kannst du deine Rolle kurz beschreiben?

Mike Raschke: Leo ist der Anführer der Rebellentruppe, die in die Stadt kommt und Unruhe stiftet. Er ist auch derjenige, in den sich Paulas Mutter Anna verliebt, obwohl sie eigentlich mit einem anderen Mann zusammen ist.

Kira Küpper: Wie kamst du zu der Hauptrolle und hast du dich gefreut, diese spielen zu dürfen?

Mike Raschke: Ich habe mich sehr darüber gefreut, aber man denkt natürlich auch daran, dass es eine große Herausforderung ist und man dieser gerecht werden will. Zu meiner Hauptrolle kam ich, als ich in einem Workshop vorgeschlagen wurde und dann nach einigen Improvisationsübungen ausgesucht wurde.

Kira Küpper: Wie empfandest du die Proben und inwiefern schränkten sie deine Freizeit ein?

Mike Raschke: Die Proben liefen seit letztem Jahr im August und ab Dezember übten wir jede Woche. Seit dem 3. Januar dann spielten wir sogar täglich und gaben für dieses Musical unsere ganzen Ferien auf. Es war schon sehr anstrengend und kräfteraubend.

Kira Küpper: Wie war die Stimmung unter den Schauspielern?

Mike Raschke: Schon nach kurzer Zeit wurden wir eine richtige Theaterfamilie. Wir haben jetzt untereinander ein super Verhältnis und es bildeten sich richtig gute Freundschaften, die auch über das Musical hinaus bestehen werden.

Kira Küpper: Wie bist du mit der Aufregung vor den Auftritten und vor allem vor der Premiere umgegangen?

Mike Raschke: Wir alle waren schon sehr aufgeregt. Vor allem vor der Premiere, da dort die ganze Familie anwesend war und man vor denen besonders gut sein wollte. Die Aufregung nimmt aber schon von Auftritt zu Auftritt ab und man wird immer sicherer.

Kira Küpper: Was hast du von der positiven Resonanz mitbekommen?

Mike Raschke: Natürlich habe ich den tosenden Applaus und die gesamte Reaktion des Publikums auch hinter und auf der Bühne mitbekommen. Selbst wir Schauspieler haben während unserer Auftritte bereits gemerkt, dass das Publikum voll dabei war und anhand der Mimik konnte man sehen, dass sie mitfühlten mit dem Stück. Man merkt es aber auch daran, dass wir zum Beispiel bei der Premiere direkt zwei Zugaben geben sollten und an den strahlenden Gesichtern der Eltern und der Besucher.

Kira Küpper: Wie sehen deine zukünftigen Pläne aus und kannst du dir eine Karriere auf der Bühne vorstellen?

Mike Raschke: Nein, ich denke eher nicht. Es ist und bleibt für mich ein Hobby, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man in dieser Branche viel Geld verdienen kann.
Ist es das erste Stück der Musik- und Kunstschule, an dem du teilnimmst?
Nein, ich habe bereits 2004 und 2006 bei den Musicals der Musik- und Kunstschule mitgemacht und ich denke, dass „Limit“ auch nicht mein letztes Musical bleiben wird.
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