Das Abenteuer hat begonnen!

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Das Abenteuer beginnt: Charlotte und Chiara (von links) am Düsseldorfer Flughafen.
 
Und tschüss...

Ein Jahr Australien: Chiara Kroepel und Charlotte von Lauff leben ihren großen Traum

Noch vor ein paar Wochen haben Chiara Kroepel und Charlotte von Lauff die Schulbank des Langenberger Gymnasiums gedrückt. Australien und seine Einwohner kannten sie höchstens aus dem Unterricht. Jetzt haben sich die beiden frischgebackenen Abiturientinnen auf den Weg gemacht, um die Welt zu erkunden: Ein Jahr "work and travel" liegt nun vor ihnen.

Australien – auf der anderen Seite unserer Weltkugel, unterhalb des Äquators gelegen. „Down Under“ wird es daher auch gerne genannt – ein Land, das für viele Menschen mit romantischen Vorstellungen verbunden ist. Auf der einen Seite das Outback, Australiens Hinterland mit Rinder-, Schafs- oder Pferdefarmen, Cowboys, unendliche Weite und Westernleben pur. Auf der anderen Seite wunderschöne, wilde Strände, Palmen, Surferparadiese und Städtemetropolen wie Sydney, Melbourne, Brisbane oder Canberra. Noch dazu ewiger Sommer! Vor knapp einem Jahr entschlossen sich die beiden Freundinnen ihren Traum vom „australischen Leben“ in die Tat umzusetzen. Doch bis es soweit war, gab es für die Beiden so einige Hürden zu nehmen. Anfangs waren es nur ungenaue Vorstellungen, wie man diesen Plan in die Tat umsetzen könne, doch mit der Zeit wurden die Vorstellungen der beiden passionierten Reiterinnen konkreter.

Erst arbeiten – dann reisen

"Um das Land auf eigene Faust kennenlernen zu können, war es uns wichtig, erst einmal genügend Geld zu verdienen“, so Chiara. „Eine Agentur half uns dabei, einen Arbeitsplatz auf einer Farm zu bekommen. Erst einmal für vier Monate, dann schauen wir weiter.“ Doch der Weg bis die Beiden grünes Licht für ihren ersten Arbeitsplatz erhielten, war lang und barg das eine oder andere Hindernis. Charlotte: „Wir mussten eine umfangreiche Bewerbungsmappe erstellen. Da durfte nichts fehlen – vom Motivationsschreiben über Arbeitszeugnisse bis zu Empfehlungsschreiben und Nachweise über unsere Reiterfahrungen. Alles natürlich in doppelter Ausführung: Englisch und Deutsch. Wir mussten einen Englischtest ablegen und diverse andere Voraussetzungen erfüllen.“ Auch Dinge wie Allergien oder eine vegetarische Ernährung wären ein Knockout-Kriterium gewesen – dafür ist auf einer Farm im Outback kein Platz. Eine weitere Voraussetzung war ein gültiger Führerschein, den musste Charlotte allerdings erst noch ablegen.

Reisepässe, Kreditkarten, Visa und Auslandsversicherungen wurden beantragt, Impfungen aufgefrischt, Medikamentenpässe erstellt. Selbst einen Schnellkurs im "Western-Reiten" absolvierten die Beiden noch. Chiara: „Doch das Wichtigste stand uns ja noch bevor: Unser Abitur. Aber auch das haben wir geschafft und Lotta hat auch ihren Führerschein bestanden. Jetzt konnten wir endlich unseren Flug buchen. Da wurde uns zum ersten Mal bewusst, dass wir ganz kurz vor unserem Ziel standen.“ Packlisten wurden akribisch erstellt, Dokumente gescannt, kopiert und natürlich die richtigen Backpacker-Rucksäcke gekauft. Nichts durfte fehlen.

Farmarbeit ist kein Zuckerschlecken

Die Aufregung der Beiden wuchs von Tag zu Tag. „Wir erhielten letzte Instruktionen von der Partnerorganisation vor Ort und uns wurde noch einmal ganz klar vor Augen geführt, was uns auf einer Farm erwartet. Da wurde tatsächlich nichts beschönigt.“ Hitze, ein oft lauter und rauer Ton herrsche dort und gearbeitet werde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Zäune reparieren, Schafe scheren, Rinder treiben, in Zelten schlafen, giftige Tiere…und vor allen Dingen: kein Internet – sprich kein Handy. Doch so kurz vor ihrem Ziel ließen sich die Mädchen nicht mehr einschüchtern. „Dass das kein Zuckerschlecken wird, war uns von Anfang an klar. Und ich denke, wir müssen sicherlich öfter mal die Zähne zusammenbeißen. Aber ich glaube, dass es genau diese Erfahrungen sind, an die wir uns später erinnern und von denen wir lernen“, so Charlotte. Je näher der Ausreisetermin rückte, umso näher rückte auch der Tag des Abschieds. Abschiedsfeiern mit der Familie, Abschiedspartys mit den Freunden – und dann war er da, der Tag X. Tränenreich wurden die Beiden am Düsseldorfer Flughafen verabschiedet, alle waren gekommen und für so manchen beginnt jetzt eine harte Zeit des Wartens. Inzwischen sind die beiden Backpackerinnen gut in ihrem Traumland angekommen.

Die Backpackerinnen werden sich regelmäßig melden

Fünf Tage chillen an der Sunshine Coast – dann geht`s eine Woche auf eine Trainingsfarm, wo sie noch einmal auf Herz und Nieren geprüft werden. Erst dann erfahren sie endgültig, in welchen Winkel Australiens sie es verschlagen wird. Und danach? Rucksack auf und rein ins Getümmel. Melbourne, Sidney, vielleicht noch Neuseeland und auch Singapur können sich die Beiden gut vorstellen – das typische "Work and Travel-Leben". „Wir schauen mal und lassen uns überraschen.“ Die beiden haben versprochen, ihre Reise auch weiterhin zu dokumentieren – vorausgesetzt es gibt Internet.
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