Historiker lachte über Dick und Doof

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Anne Henk-Hollstein überreichte im Rahmen einer Feierstunde im Bürgerhaus den Rheinlandtaler an Siegfried Kley für seine historischen Forschungen zu Langenberg und dem Bergischen Land. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Bürgerhaus |

Geschichtsforscher Siegfried Kley wurde mit Rheinlandtaler geehrt

Mit dem Rheinlandtaler werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch bedeutsames, ehrenamtliches Engagement in Heimat- und Landespflege verdient gemacht haben. Jetzt wurde im feierlichen Rahmen mit Siegfried Kley ein waschechter Langenberger ausgezeichnet, der bei den Kupfer- und Messingwerken Barmé & Co seine kaufmännische Karriere begann.

Sein großes Interesse an der Geschichte begann bereits in der Schule. Dann ging er der eigenen Familiengeschichte nach, die in Dortmund-Kley ihren Anfang nahm. Der Hobby-Historiker eignete sich neue Kenntnisse und Fähigkeiten an, um alte Quellen und Schriften für seine Forschung auszuwerten, die weit über antiquarische Heimatkunde hinausgeht, wie Anne Henk-Hollstein in ihrer Laudtio feststellte. „Darüber hinaus bedarf es der richtigen Vermittlung der gewonnenen Ergebnisse“, ergänzte die stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, dem Parlament der rheinischen Städte und Kreise. Siegfried Kley verfasste zahlreiche Aufsätze in vielen Publikationen.

Monografie über die „Kirchspiele Windrath und Langenberg und das Dorf Langenberg in Mittelalter und Neuzeit“

Vor drei Jahren stellte er eine umfangreiche Monografie über die „Kirchspiele Windrath und Langenberg und das Dorf Langenberg in Mittelalter und Neuzeit“ vor. Der Mitachtziger macht weiter: „Demnächst dürfen wir aus der Feder des Preisträgers eine Studie über eine Fabrikantenfamilie aus Langenberg und deren sozialpolitisches Wirken in den 1840er Jahren in den Händen halten“, freute sich Anne Henk-Hollstein, bevor sie die Auszeichnung überreichte.

„Wenn einer die Auszeichnung wirklich verdient hat, dann du“, bemerkte anschließend Siegfried Kleys ehemaliger Mitschüler Albrecht Colsmann. Blumen gab es für Christel Kley, die es mittrug, wenn sich ihr Mann mit den historischen Studien beschäftigte. Trotzdem hatte der Freizeitforscher Zeit für die Familie: „Wir haben mit dir auch vor dem Fernseher gesessen und Dick und Doof gesehen“, erinnerte sich Sohn Christoph und räumte ein, dass die Familie „intensiv an deinen Forschungen teilgenommen hat.“
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